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Cupfinal Juniorinnen B: GC/Schwerzenbach - FC Wil 2:1
Dem Cupsieg nahe
Die Juniorinnen B des FC Wil verlieren den Schweizer Cupfinal gegen GC/Schwerzenbach mit 1:2.

Nur wenig hat gefehlt, und die Juniorinnen B des FC Wil hätten einen nationalen Titel gewonnen. Nachdem das Team von Agim Bedzeti und Manuela Schnider im vergangenen Herbst den Ostschweizer Cup gewonnen und sich nun für den Schweizer Cupfinal qualifiziert hatte, war im Endspiel bei der 1:2-Niederlage gegen GC/Schwerzenbach bis zuletzt eine Überraschung möglich.
Ein Cupfinal ist immer etwas Spezielles. So auch für die Juniorinnen B des FC Wil. Mit beherzten Leistungen und der nötigen Portion Glück hatten sie den Einzug in das nationale Endspiel gefeiert. Im Halbfinal wurde mit Phönix Seen die letzte Hürde übersprungen. Die Äbtestädterinnen reisten voller Hoffnung Richtung GC-Campus in Niderhasli, wo der Cupfinal gegen GC/Schwerzenbach stattfand.
In der Starphase waren die Zürcherinnen überlegen und gingen schon nach 200 Sekunden durch Mimije Selimi in Führung. Die Ostschweizerinnen brauchten einige Minuten, bis sie so richtig im Spiel waren. Nach rund einer Viertelstunde kamen sie aber besser in Fahrt und zu Möglichkeiten. Eliane Täuber setzte einen Weitschuss über das Tor und Loredana Gamma verfehlte das Ziel ebenfalls. Täuber war es zu verdanken, dass das Skore nach gut einer halben Stunde ausgeglichen werden konnte. Sie umspielte zuerst den Goalie der Zürcherinnen und schob dann ins leere Tor zum 1:1 ein.
Lautstarke Unterstützung
Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Julia Schneider zur neuerlichen Führung für GC/Schwerzenbach. Dabei wurde die Wiler Torhüterin Olivia Hilber am Kopf getroffen, der Treffer fand aber Anerkennung. Es war nicht das einzige Mal, dass die Gäste mit der Unparteiischen Susanne Küng haderten. Kurz vor Schluss reklamierten sie, ein Schuss von Nadine Scheiwiller sei hinter der Linie gewesen und stiessen damit auf kein Gehör bei der Schiedsrichterin. Der Ausgleich wurde nicht mehr Tatsache. So mussten die Wilerinnen in dieser Cup-Saison ein neues Gefühl kennenlernen. Nämlich jenes einer Niederlage. Trainer Agim Bedzeti sah es aber positiv: „Es überwiegt die Freude, dass wir dieses Finale erreicht und zwei Tore erzielt haben.“
Das Spiel war für die jungen Äbtestädterinnen ein einmaliges Erlebnis. Sie wurden in Niderhasli lautstark von den mitgereisten Fans unterstützt und durften bis zuletzt auf eine Verlängerung hoffen, obwohl die Zürcherinnen über das gesamte Spiel gesehen als verdiente Siegerinnen vom Feld gingen.
Erinnerungen an den Cupsieg 2004
Auch FC Wil-Präsident Roger Bigger hatte die Reise ins Zürcher Unterland auf sich genommen und noch in der Pause gehofft: „Vor fünf Jahren lag die 1. Mannschaft im Cupfinal gegen die Grasshoppers ebenfalls mit 1:2 im Rückstand und gewann dann mit 3:2. Hoffentlich drehen sie diese Sache noch.“ Es sollte nicht so kommen und der Präsident ergänzte: „Es wäre schön, wenn sich die Frauen des FC Wil irgendwann in der 1. Liga etablieren können. Wenn diese Juniorinnen B zusammenbleiben, dann könnte das klappen.“
Für eben diese Juniorinnen B war der Tag nach dem Schlusspfiff noch lange nicht vorbei. Zuerst bekamen sie die Silbermedaillen überreicht, um danach auf die erfolgreiche Saison – auch in der Meisterschaft läuft es ihnen rund – anzustossen. In der Folge durften sie zwei Überraschungen miterleben. Nachdem sie mit einem kleinen Bus nach Niderhasli gefahren worden waren, stand für die Rückreise die Fahrbar – ein Doppelgelenkbus mit integrierter Bar – bereit. Zurück in Wil wurden sie zum Nachtessen eingeladen. So war der Cupfinal-Tag trotz der Niederlage ein unvergessliches Erlebnis.

GC/Schwerzenbach – FC Wil 1900 2:1 (2:1)
GC-Campus Niderhasli: 150 Zuschauer. – Sr: Küng.
Tore: 4. Selimi 1:0. 31. Täuber 1:1. 35. Schneider 2:1.
FC Wil 1900: Hilber; Gasche (41. Schönenberger), Scheiwiller, Zimotti; Oberholzer (14. Gamma), Bedzeti, V. Eisenring; N. Eisenring (52. Zünd, 69. Oberholzer), Täuber.
Bemerkung: 66. Pfostenschuss Täuber.

Die eingewechselte Noemi Eisenring zeigte eine gute Leistung.

Trotz Niederlage darf das Trainer-Duo Agim Bedzeti/Manuela Schnider stolz sein.

Dem Torerfolg nahe: Loredana Gamma verfehlte mit einem Schuss das Ziel knapp.

Präsidiale Freude: Roger Bigger bejubelte lautstark den Ausgleichstreffer.

Die auffälligste Wilerin: Eliane Täuber erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1.

Der Einsatz der Wilerinnen stimmte. Für die Verlängerung reichte es aber nicht.

Vanessa Eisenring wusste nicht nur modisch zu gefallen.

Riesen-Jubel der Wilerinnen über den verdienten Ausgleichstreffer zum 1:1.

Der FC Wil 1900 gratuliert den Juniorinnen B zu den tollen Leistungen in dieser Saison. BRAVO!
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Deborah Rutz