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RangVereinSp.Pkt.
1.St. Gallen1536
2.Bellinzona1527
3.Aarau1527
4.Chiasso1526
5.Lugano1524
6.Wil1523
7.Biel1523
8.Vaduz1520
9.Locarno1520
10.Winterthur1519
11.Nyonnais1519
12.Wohlen1517
13.Carouge1517
14.Delémont1516
15.Kriens1515
16.Brühl155

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FC Lugano - FC Wil 0:0

Defensiv solid zum Punktgewinn

Der FC Wil trennt sich auswärts von Lugano mit 0:0.

 

 

Der Bergholz-Klub ist in dieser Saison der erste Klub, der gegen Lugano keinen Gegentreffer zulässt. Beim 0:0 im Cornaredo stehen die Wiler defensiv solid, wissen sich aber offensiv kaum in Szene zu setzen. Das torlose Remis ist die logische Konsequenz einer Partie mit wenigen Tormöglichkeiten, und aus Wiler Sicht ein Erfolg.

 

Der FC Lugano hat sich in dieser Saison den Aufstieg in die Super League zum Ziel gesetzt. Zwar führt das Team aus dem Sottoceneri auch nach der achten Runde und dem magern 0:0 gegen Wil die Tabelle an, von Super League war am Mittwochabend im Cornaredo jedoch kaum etwas zu spüren. Nicht einmal 900 Zuschauer verirrten sich ans Spiel des Leaders und sorgten kaum für Stimmung. Die sieben im Gäste-Sektor anwesenden Fans des FC Wil waren akustisch und auch visuell besser wahrnehmbar.

Auch von der Spielanlage her erinnerten die Tessiner nicht an ein Super League-Team. Dies lag zu einem guten Teil auch an der Spielweise der Wiler. Diese hatten sich nach dem Startfurioso Luganos recht schnell auf ihre Gegenspieler eingestellt und liessen in der Folge kaum Tormöglichkeiten zu.

 

Pfiffe für Lugano

Lugano fand während 90 Minuten kein Rezept gegen die gut organisierte Abwehr der Äbtestädter. Silvio war zwar ihr bester Mann, erspielte sich aber keine einzige Tormöglichkeit. Da auch die stehenden Bälle von Carlos Da Silva keine Gefahr einbrachten, kam der FC Wil zu einem Punktgewinn, ohne allzu sehr zittern zu müssen.

Damit dieses Remis unter Dach und Fach gebracht werden konnte, war eine geschlossen ansprechende Mannschaftsleistung nötig. Schon früh durfte davon ausgegangen werden, dass ein einziger Fehler die Partie entscheiden könnte. Da den Wilern im defensiven Bereich kein gröberer Schnitzer unterlief, konnten sie bis zuletzt gar auf einen Lucky Punch und somit drei Punkte – wie letztes und vorletztes Jahr bei den Gastauftritten in Lugano – hoffen. Ein Vollerfolg wäre jedoch des Guten zuviel gewesen. Denn im offensiven Bereichen hatte der Bergholz-Klub kaum Durchsetzungskraft. Es blieb bei einigen Distanzschüssen, die jedoch das Ziel doch recht deutlich verfehlten. Es war aber doch erstaunlich, wie wenig Druck Lugano auszuüben wusste. Ihr Angriffspiel war zu ideenlos und ihre Fehlerquote im Aufbau zu hoch. Die wenigen Zuschauer hatten nach der Partie nur einige Pfiffe für ihre Mannschaft übrig.

 

Vorliebe für das Tessin

So war aus Wiler Sicht nach den 90 Minuten im Cornaredo festzustellen, dass sie sich zwar keine nennenswerte Tormöglichkeit erspielt hatten, aber doch ein positives Resultat zustande kam. „Wir brauchen solche Spiele“, sagte der Wiler Trainer Didi Münstermann und ergänzte: „Heute musste jeder an seine Grenzen gehen und es hat geklappt.“

Es scheint so, als würden die Wiler unter der Leitung Münstermanns gerne im Tessin spielen. Bei allen drei bisherigen Gastaufritten – zwei Mal in Lugano und einmal in Locarno – musste kein Gegentreffer hingenommen werden. Dazu kommt, dass sich der Bergholz-Klub nach einem schwachen August gefangen zu haben scheint. Im Monat September musste Torhüter Davide Taini in drei Spielen noch nie hinter sich greifen.

 

 

FC Lugano – FC Wil 1900 0:0

Cornaredo: 888 Zuschauer. – Sr: Amhof.

FC Lugano: Cordaz; Thrier, Portillo, Denicola, Preisig; Martins; Ciana (79. Basic), Maggetti; Silvio, Doudin (61. Guarino), Da Silva.

FC Wil 1900: Taini; Haziri, Madry, Matic, Huber; Alija, Muslin; Lezcano, Bellon, Akdemir; Blumer (71. Grossklaus).

Bemerkungen: Lugano ohne Montandon (krank), Pinau, Renfer, Fejzulahi und Bottani (verletzt). Wil ohne Gsell (verletzt), Sarr, Bolay und Maag (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 33. Akdemir (Foul). 53. Denicola (Foul). 92. Alija (Spielverzögerung).

 

Nur in dieser Szene am Boden: Die Wiler hielten in Lugano gut mit.

 

Hart umkämpft: Das Spiel im Cornaredo lebte von der Spannung.

 

Lugano ist Leader und keiner geht hin: lediglich 888 Zuschauer.

 

Bericht/Bilder: Simon Dudle

23.09.09