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FC Biel - FC Wil 1:2
Mit Blumer zu drei Punkten
Der FC Wil gewinnt das Auswärtsspiel beim FC Biel mit 2:1.

Der Bergholz-Klub spielt scheinbar gerne im Kanton Bern. Nach dem 3:1-Erfolg vor zwei Wochen gegen den FC Thun konnte nun ein 2:1-Sieg gegen den bis anhin vor eigenem Anhang noch unbesiegten FC Biel gefeiert werden. Der von der Suspendierung befreite David Blumer traf zwar selber nicht, bereitete aber das 2:0 von Dzengis Cavusevic vor.
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, der FC Wil spiele lieber auswärts als zuhause. Während die Äbtestädter im Bergholz in dieser Saison erst zwei Heimsiege feiern konnten, gelangten sie auf der alt-ehrwürdigen Gurzelen in Biel zum bereits vierten Auswärtserfolg in dieser Spielzeit. Diesen erarbeiteten sich die Gäste mit einem taktisch einwandfreien Auftritt. Im Vergleich zum vorangehenden Spiel gegen Yverdon setzten die Äbtestädter nun nicht alles auf die Karte Offensive, sondern liessen den Gegner anrennen.
In Gegenzügen wurden die Ostschweizer immer wieder gefährlich. So schon in der Startphase, als David Blumer einen Ball nur ganz knapp neben das Tor setzte. Besser machte es Roberto Rodriguez. Einen Freistoss-Ball aus über 30 Metern Entfernung zirkelte er an Freund und Fein vorbei ins Tor. Es war der erste Treffer Rodriguez’ in einem Pflichtspiel für den FC Wil.
Cavusevics Bänderverletzung
Noch bevor die mitgereisten Wiler Fans ihre Fahnen wieder hingelegt hatten, durften sie sich über den nächsten Treffer freuen. Blumer setzte sich an der gegnerischen Grundlinie durch und bediente mit einem genauen Pass Dzengis Cavusevic, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Somit hatten die Wiler in der Viertelstunde zwischen der 15. und der 30. Minute zwei Tore erzielt. Zuvor war ihnen im Verlauf der ganzen Saison in eben dieser Zeitspanne noch kein einziger Treffer gelungen.
Noch vor der Pause musste sich Cavusevic auswechseln lassen. Der Slowene hatte sich im Freitagstraining die Bänder überdehnt und spürte nun die Folgen. Die Verletzung dürfte aber nicht gravierend sein, so dass Cavusevic wohl schon am kommenden Mittwoch im Nachtragsspiel gegen den FC Vaduz wieder ins Team zurückkehrt.
Irregulärer Bieler Treffer
Der Ausfall des Slowenen machte sich darum besonders bemerkbar, weil Stürmer Tim Grossklaus derzeit an einer Angina leidet und nicht eingesetzt werden konnte. So war die einzige Sturmspitze fortan Blumer, der knapp eine Viertelstunde vor Schluss den Sack hätte zumachen müssen. Nachdem Biels Torhüter Alain Meyer bereits umspielt war, hatte der Angreifer nur noch zwei Feldspieler vor sich. Der Abschluss Blumers flog aber über das Tor.
Die Seeländer nutzten die Gunst der Stunde und verkürzten in der Schlussphase durch Sandro Galli auf 1:2. Der Treffer hätte aber annulliert werden müssen, da sich in jener Aktion ein zweiter Ball auf dem Spielfeld befand. Da Schiedsrichter Luca Gut den Treffer gab, wurde es in der Nachspielzeit noch einmal spannend. Es kamen nun Emotionen auf. So gerieten Biels Verteidiger Ramon Egli und Wils Trainer Ryszard Komornicki aneinander. Nach dem Spiel hatten sich beide wieder beruhigt. Während sich Egli gemütlich mit dem Ur-Wiler Markus Gsell unterhielt, sagte Komornicki: „Ramon ist ein guter Typ.“ Komornicki konnte es locker nehmen, hatte sein Team doch den Bielern die erste Heimniederlage der Saison zugefügt.

FC Biel – FC Wil 1900 1:2 (0:2)
Gurzelen: 358 Zuschauer. – Sr: Gut.
Tore: 26. Rodriguez 0:1. 28. Cavusevic 0:2. 88. Galli 1:2.
FC Biel: Meyer; Egli, Boz, Galli, Iapichino; Vuille, Hediger, Heiniger (46. Chatton), Casasnovas (46. Mathys); Dénearvaud, Maksimovic (75. Moser).
FC Wil 1900: Taini; Haziri, Matic, Sarr, Huber; Kim, Muslin, Schönenberger, Rodriguez (66. Bellon, 85. Zenger); Cavusevic (45. Busai), Blumer.
Bemerkungen: Biel ohne Kehrli, Baumann, Dussin (verletzt) und Wanner (nicht im Aufgebot). Wil ohne Lezcano (gesperrt), Grossklaus (krank), Madry, Kaiser (verletzt) und Maag (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 25. Iapichino (Foul). 74. Taini (Spielverzögerung). 45. Cavusevic mit einer Bänderdehnung ausgewechselt. 76. Pfostenschuss Mathys.
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Gianluca Lombardi/Sandro Stutz
07.03.10