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Testspiel: FC Basel - FC Wil 0:2

Drei Erfolge an einem Tag

Der FC Wil gewinnt das Vorbereitungsspiel gegen den FC Basel mit 2:0.

 

 

Der Bergholz-Klub sorgt auf dem Feld weiterhin für positive Schlagzeilen. Im Testspiel gegen den Super-League-Zweiten FC Basel spielen die Äbtestädter effizient und siegen auf dem Rankhof mit 2:0. Der neu verpflichtete Dzengis Cavusevic sowie Dario Lezcano erzielen die beiden Treffer. Zudem ist nun klar, dass die dringend nötige Kapitalerhöhung der FC Wil 1900 AG zustande gekommen ist.

 

Die Resultate der Wiler in der laufenden Vorbereitungsphase lassen aufhorchen. Im Monat Januar haben sie gegen die Super League-Klubs Luzern (2:2), St. Gallen (1:2), Grasshoppers (2:1) und nun Basel sowie den VfB Stuttgart (0:2) gespielt und dabei immer gut mitgehalten. Nach dem Sieg gegen GC konnte am Rheinknie der nächste Erfolg gegen einen Grossen des Schweizer Fussballs bejubelt werden. Im Vergleich mit dem FC Basel setzten sich die Wiler etwas überraschend mit 2:0 durch. Überraschend darum, weil es das letzte Testspiel der Basler vor dem Rückrundenstart am kommenden Sonntag war und das Team von Trainer Thorsten Fink in der ersten Halbzeit in Bestbesetzung antrat. So vermochte es nicht zu erstaunen, dass sich das Spielgeschehen mehrheitlich in der Platzhälfte des FC Wil abspielte. Bereits in der Starphase hätten die Basler in Führung gehen können, Marco Streller sah seinen Kopfball aber von der Lattenkante ins Feld zurückspringen. Die Gäste beschränkten sich vorerst darauf, keinen Gegentreffer zu kassieren, was dank einer konzentrierten Darbietung und dem nötigen Wettkampfglück klappte.

 

Colomba im Mittelpunkt

Die angeblich über 1000 Zuschauer rieben sich in der Startphase wegen der Kälte die Hände und nach knapp einer halben Stunde verwundert die Augen, als die Gäste aus der Ostschweiz den Führungstreffer erzielten. Dario Lezcano war mit seinem Versuch noch am Basler Torhüter Massimo Colomba gescheitert, den Nachschuss aber verwertete Dzengis Cavusevic aus spitzem Winkel. Fünf Minuten vor der Pause stand der Basler Schlussmann neuerlich im Mittelpunkt. Nach einem Freistoss von Roberto Rodriguez zog Colomba gegen Lezcano im eigenen Strafraum den Kürzeren, was das 2:0 der Gäste zur Folge hatte.

In der Pause und im Verlauf der zweiten Halbzeit nahmen die Trainer zahlreiche Auswechslungen vor. Beide Teams besassen nach dem Seitenwechsel noch Möglichkeiten zu Toren. Für die Wiler hatte Lezcano das 3:0 auf dem Fuss, auf der Gegenseite scheiterte der eingewechselte Marko Perovic mit einem Freistoss am glänzend reagierenden Wiler Torhüter Davide Taini. Ein 3:0 hätte mit Bestimmtheit auch den Vorstellungen des neuen Wiler Trainers Ryszard Komornicki entsprochen. Dieser pflegt nämlich vor Testspielen gegen höherklassige Mannschaften scherzhaft zu sagen, dass er nur mit einem Sieg mit mindestens drei Treffern Differenz zufrieden ist. Beinahe hätte es in Basel geklappt.

 

Erfolgreiche Kapitalerhöhung

Es gab am Sonntag noch einen zweiten Wiler Erfolg gegen ein Basler Team zu feiern. Die FC Wil-Fanclique Black Bears spielte nämlich an einem Fanklubturnier in Nottwil unter anderem gegen Basler Anhänger. Der 2:1-Sieg gegen die Bebbi brachte den Wiler Fans guten fünften Schlussrang ein.

Grund zur Freude gibt es beim FC Wil aber auch neben dem Platz. Dank der breiten Unterstützung der Bevölkerung ist die nötige Kapitalerhöhung der FC Wil 1900 AG in letzter Minute doch noch zustande gekommen. Präsident Roger Bigger bedankt sich bei allen, die sich am Aktienkauf beteiligt haben. Somit stehen die Chancen gut, dass der Bergholz-Klub die Lizenz für die Saison 2010/2011 auf Anhieb erhält.

 

 

FC Basel – FC Wil 1900 0:2 (0:2)

Rankhof, Basel: 1100 Zuschauer. – Sr: Circhetta.

Tore: 27. Cavusevic 0:1. 40. Lezcano 0:2.

FC Basel: Colomba; Sahin (73. Bicvic), Abraham (73. Ferati), Cagdas, Safari (46. Taulant Xhaka); Shaqiri, Cabral (73. Granit Xhaka) Huggel (63. Gelabert), Stocker (63. Perovic); Streller (46. Almerares), Frei (73. Schürpf).

FC Wil 1900: Taini; Haziri (62. Di Gregorio), Matic, Sarr, Huber (67. Alija); Lezcano (72. Gsell), Muslin (62. Busai), Schönenberger (82. Ladner), Rodriguez (46. Bellon); Cavusevic (46. Kim), Grossklaus (72. Hamidovic).

Bemerkungen: Basel ohne Inkoom (abwesend) Costanzo, Chipperfield, Da Silva, Unal, Aratore, Kamber, Carlitos, Zoua Daogari, Zanni (verletzt), Marque und Klaus (nicht im Aufgebot). Wil ohne Blumer (suspendiert), Madry und Kaiser (verletzt), dafür mit den Testspielern Luca Ladner (Zürich), Attila Busai (Ungarn) sowie Mihret Hamidovic aus dem eigenen Nachwuchs. 7. Lattenkopfball Streller.

 

Stipe Matic bildete zusammen mit Sally Sarr ein starkes Innenverteidiger-Duo.

 

Die Wiler Angreifer spielten auf dem Naturrasen im Basler Rankhof effizient.

 

Naim Haziri im Schnee: Dank einer Platz-Räumungsaktion konnte immerhin gespielt werden.

 

Bericht: Simon Dudle

Bilder: Gianluca Lombardi

31.01.10