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Testspiel: FC Wil - FC Tuggen (1. Liga) 4:0
Drei Vorlagen als Visitenkarte
Der FC Wil gewinnt das Vorbereitungsspiel gegen den FC Tuggen mit 4:0.

Vier Tage nach dem 3:1-Sieg gegen Zofingen siegt der Bergholz-Klub neuerlich gegen einen Verein aus der 1. Liga. Beim 4:0-Erfolg über Tuggen fallen alle Tore zwischen der 27. und der 44. Minute. Tim Grossklaus zeichnet sich als Doppeltorschütze aus, Stipe Matic mittels Handspenalty und Ifraim Alija treffen je ein Mal. Auffälligste Figur ist der slowenische Testspieler Dzengis Cavusevic mit drei Torvorlagen.
Auf dem Bergholz scheint der Januar ein Monat der Wetterphänomene zu sein. Nachdem das Testspiel gegen den FC St. Gallen (1:2) bei Schneefall und teilweise auf schneebedecktem Boden hatte ausgetragen werden müssen, präsentierte sich bei der Testpartie gegen Tuggen der Nebel von seiner dichtesten Seite. Die Suppe war so kompakt, dass sich die beiden Torhüter kaum sahen. Fabian Gafner im Tor der Schwyzer forderte nach dem dritten Gegentreffer – wenn auch im Frust – gar den Spielabbruch. Ganz so schlimm war es nicht und die Reaktion wohl ein Resultat mehrerer Gegentreffer binnen weniger Minuten.
Nach einer ereignisarmen Startphase überschlugen sich nämlich die Geschehnisse in der Phase vor der Pause und die Äbtestädter erzielten vier Tore binnen 17 Minuten. Für den Führungstreffer zeichnete sich Tim Grossklaus verantwortlich, der von einer mustergültigen Vorlage des Testspielers Dzengis Cavusevic profitierte. Der slowenische Angreifer war danach auch Ausgangspunkt zum dritten und vierten Wiler Treffer. Das 3:0 Ifraim Alijas bereitete Cavusevic mit einem Vorstoss über die linke Seite vor und beim 4:0 legte er neuerlich für Grossklaus auf. Zwischenzeitlich hatte Stipe Matic einen – wenn auch umstrittenen – Handspenalty verwertet.
„Unterschrieben ist noch nichts“
Mit den drei Vorlagen in seinem 45-minütigen Einsatz war Cavusevic auffälligster Spieler auf dem Platz. Nach seinem Einstand beim ersten Testspiel des Jahres in Luzern (2:2) wurde der Slowene nun zum zweiten Mal von Trainer Ryszard Komornicki und Sportchef Axel Thoma unter die Lupe genommen. Was sie vom Angreifer sahen, wird sie in beiden Spielen positiv gestimmt haben. Thoma dementierte aber, dass Cavusevic bereits einen Vertrag unterschrieben habe, wie es dessen bisheriger Verein NK Domzale auf der klubeigenen Homepage publizierte. „Er hat genau wie Luca Ladner und Attila Busai einen guten Eindruck hinterlassen. Unterschrieben ist aber bei allen noch nichts“, so der Wiler Sportchef.
Gegen Tuggen waren zwei neue Gesichter mit von der Partie. Im Angriff stürmte Julian Bühler, der seit Sommer 2008 dem FC Winterthur gehört, in dieser Saison aber erst zu drei Einsätzen gekommen ist. Auf dem rechten Flügel spurtete David Kwiek auf und ab. Der Pole hatte die Hinrunde mit Yverdon-Sport bestritten und gerade beim Spiel gegen Wil einen guten Eindruck hinterlassen.
Lezcano und Gsell geschont
Zum ersten Mal wieder mit dabei – wenn auch noch nicht auf dem Feld – war Dario Lezcano. Der Paraguayer kam am Montag verspätet in Wil an und absolvierte am Dienstag zwei Trainingseinheiten. Im Testspiel gegen Tuggen wurde er aber genau so geschont wie Markus Gsell, bei dem man nach der Verletzung kein unnötiges Risiko eingehen will.
Dafür gab es ein kleines Comeback. Nachdem der eigene Junior Christian Maag die Hinrunde mit Bazenheid bestritten hatte, kam er nun wieder zu einem Einsatz im Fanionteam des FC Wil.

FC Wil 1900 – FC Tuggen (1. Liga) 4:0 (4:0)
Allwetterplatz Bergholz: 70 Zuschauer. – Sr: Winter.
Tore: 27. Grossklaus 1:0. 29. Matic (Handspenalty) 2:0. 34. Alija 3:0. 44. Grossklaus 4:0.
FC Wil 1900:
1. Halbzeit: Taini; Haziri, Matic, Sarr, Alija; Rodriguez, Muslin, Busai, Huber; Cavusevic, Grossklaus.
2. Halbzeit: Bernet; Di Gregorio, Matic (64. Maag), Sarr, Alija; Kwiek, Schönenberger, Ladner, Kim; Bühler, Blumer.
Bemerkungen: Wil ohne Madry, Kaiser, Bellon (verletzt), Gsell und Lezcano (geschont), dafür mit den Testspielern Luca Ladner (FC Zürich), Julian Bühler (Winterthur), David Kwiek (Polen, derzeit bei Yverdon), Attila Busai (Ungarn) und Dzengis Cavusevic (Slowenien).

Penalty im Nebel. Stipe Matic kurz vor dem Treffer zum 2:0.

Wils Torhüter Davide Taini hielt gegen die Schwyzer seinen Kasten sauber.

Zwischen der 27. und der 44. Minuten ging der FC Tuggen k.o.!
Bericht/Bilder: Simon Dudle
19.01.10