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Testspiel: FC Wil - SC Zofingen (1. Liga) 3:1

Der erste Sieg des Jahres 2010

Der FC Wil gewinnt das Vorbereitungsspiel gegen den SC Zofingen mit 3:1.

 

 

Im dritten Vorbereitungsspiel das Jahres verbucht der Bergholz-Klub den ersten Sieg. Gegen den SC Zofingen aus der 1. Liga setzten sie die Äbtestädter auf dem Allwetterplatz im Bergholz verdient mit 3:1 durch. Mario Schönenberger vor der Pause sowie Roberto Rodriguez und David Blumer nach dem Seitenwechsel erzielen die Tore für die Wiler.

 

„Nach diesem Erfolg gebe ich der Mannschaft eine Woche frei. Alles war perfekt“, sagte der neue Wiler Trainer Ryszard Komornicki nach dem 3:1-Testsielsieg gegen den SC Zofingen. Diese nicht ganz ernst gemeinte Aussage dokumentiert, was dem Polen bei seiner Arbeit in Wil nicht zu kurz kommen darf: der Spass. Was aber nicht heisst, dass es unter Komornicki immer lustig ist. Denn schon in den nächsten Sätzen analysiert der ehemalige Trainer des FC Aarau die Darbietung seiner Schützlinge ohne Augenzwinkern und sagt: „Gegen einen Verein aus der 1. Liga ist ein Sieg mit zwei Toren Unterschied die Zielvorgabe.“

Komornicki ist bis dato nicht der Mann der grossen Worte. Während der Spiele steht er – meist zusammen mit Sportchef Axel Thoma – an der Seitenlinie und verfolgt aufmerksam das Geschehen auf dem Feld. Dabei ist nicht zu übersehen, dass der Pole früher selber Fussball gespielt hat. Er lebt die Aktionen mit und verbiegt sich bei einer vergebenen Chance.

 

Eine Möglichkeit, die keine war

Die Resultate in den Vorbereitungsspielen sind dem neuen Wiler Trainer nicht wichtig. Trotzdem durfte er feststellen, dass gegen Zofingen der erste Sieg unter seiner Führung eingefahren wurde. Das 3:1 war verdient, denn der Gegner aus dem Kanton Aargau kam während der gesamten Partie lediglich zu einer Tormöglichkeit, die eigentlich keine war, aber trotzdem zu einem Treffer führte. Ein Distanzschuss von ausserhalb des Strafraums bescherte dem Erstligisten ein Erfolgserlebnis. „Dieses Gegentor ist auf die mangelhafte Konzentration zurückzuführen“, sagte Komornicki nach der Partie.

Ansonsten hatten die Äbtestädter das Geschehen weitgehend im Griff und sie gingen Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Nach einer Flanke von der linken Seite gelangte der Ball zu Mario Schönenberger, der im Nachschuss aus rund zehn Metern Torentfernung zum 1:0 traf.

 

„Haben noch zu tun“

Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste erzielten die Wiler einen kuriosen Treffer. Roberto Rodriguez’ missglückte Flanke fand via Pfosten und den gegnerischen Torhüter den Weg ins Tor. Für den Schlusspunkt war David Blumer verantwortlich. Er holte in der Schlussviertelstunde einen Foulpenalty heraus und verwertete diesen zum 3:1. „Souverän“, wie Komornicki anführte. Der Pole resümierte. „In der vergangenen Woche wurde hart trainiert. Darum verwundert es mich nicht, dass die Formkurve nach unten zeigt. Wir haben bisher in den Bereichen Taktik und Technik noch nicht viel gemacht. Das wird ab nächster Woche kommen. Wir haben noch zu tun.“

Gegen Zofingen waren neben drei Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs wieder Testspieler mit von der Partie. Bereits zum dritten Mal gesichtet wurden die Mittelfeldspieler Luca Ladner vom FC Zürich und Attila Busai vom MTK Budapest. Zum zweiten Mal mit von der Partie waren Joachim Lipburger von Austria Lustenau und der Serbe Niaz Lena. Das einzige neue Gesicht war Shpat Qerimi, ein finnischer Stürmer mit albanischen Wurzeln.

 

 

FC Wil 1900 – SC Zofingen (1. Liga) 3:1 (1:0)

Allwetterplatz Bergholz: 100 Zuschauer. – Sr: Collet.

Tore: 20. Schönenberger 1:0. 66. 1:1. 70. Rodriguez 2:1. 80. Blumer (Foulpenalty) 3:1.

FC Wil 1900:

1. Halbzeit: Taini; Di Gregorio, Matic, Sarr, Alija; Kim, Schönenberger, Gsell, Huber; Grossklaus, Qerimi.

2. Halbzeit: Taini; Di Gregorio (60. Hamidovic), Matic (60. Busai), Sarr (60. Schär), Kliebens; Rodriguez, Muslin, Lena, Ladner; Lipburger, Blumer.

Bemerkungen: Wil ohne Lezcano (abwesend), Bellon, Kaiser, Maag, Madry und Haziri (verletzt), dafür mit den Testspielern Luca Ladner (FC Zürich), Attila Busai (Ungarn), Niaz Lena (Serbien), Joachim Lipburger (Österreich), Shpat Qerimi (Finnland) sowie Fabian Schär, Abraham Kliebens und Mihret Hamidovic aus dem eigenen Nachwuchs.

 

Roberto Rodriguez' missglückte Flanke fand den Weg ins Tor zum 2:1.

 

Die Wiler Abwehr (im Bild ist Ifraim Alija) hatte nur wenig Arbeit.

 

Abraham Kliebens war einer von drei Nachwuchs-Akteuren, die eingesetzt wurden.

 

Im Test gegen Zofingen waren fünf Testspieler mit von der Partie.

 

Der Gegner aus dem Aargau hielt rund eine Stunde lang gut mit.

 

Der FC Wil kam im dritten Testspiel des Jahres zum ersten Sieg.

 

Bericht: Simon Dudle

Bilder: Gianluca Lombardi

16.01.10