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Testspiel: FC Luzern - FC Wil 2:2

Erste positive Eindrücke

Der FC Wil erreicht in einem Testspiel beim FC Luzern ein 2:2-Unentschieden.

 

 

Zum Abschluss der ersten Trainingswoche im neuen Jahr hat der FC Wil ein Testspiel bestritten und dabei ein beachtliches 2:2 beim FC Luzern erreicht. David Blumer und Tim Grossklaus erzielten die Treffer für die Ostschweizer. Deren neuer Trainer Ryszard Komornicki hat bisher positive Eindrücke gewonnen und zeigte sich von den Testspielern angetan.

 

Mitte Februar startet der FC Wil mit einem Heimspiel gegen den FC Vaduz in die Rückrunde der Challenge League. Bis dahin verbleiben noch fünf Wochen Vorbereitungszeit. Für den neuen Trainer Ryszard Komornicki eine nicht allzu lange Phase, um sich so richtig in der Äbtestadt einzuleben. In der ersten Trainingswoche ging es ihm darum, die Spieler kennenzulernen. „Die ersten Eindrücke sind sehr positiv. Der Charakter der Mannschaft ist gut. Das Team ist vielleicht sogar besser, als es selber glaubt“, sagt der Pole.

Am Samstag bot sich ihm zum ersten Mal die Gelegenheit, die Akteure während eines Spiels zu beobachten. Gegner im ersten Vorbereitungsspiel des Jahres war der FC Luzern aus der Super League. Noch bevor sich Zuschauer auf die Kälte eingestellt hatten, führten die Äbtestädter bereits. Aus allerdings offsideverdächtiger Position traf David Blumer mit einem Lob. Somit hörte der Angreifer dort auf, wo er beim letzten Spiel des Jahres 2009 in Lausanne aufgehört hatte: mit Toreschiessen.

 

Luzerner Zwischenspurt

Beinahe wäre es für den Wiler Stürmer noch besser gekommen. Nach knapp einer halben Stunde traf Blumer mit einem Seitfallzieher den Pfosten. Zu diesem Zeitpunkt hätte das Heimteam jedoch bereits führen können. Denn zwischenzeitlich hatte Nelson Ferreira nach einer Viertelstunde für Luzern ausgeglichen und Hakan Yakin seinen Freistossball vom Wiler Torhüter Davide Taini an den Pfosten gelenkt gesehen.

Dass es auch nach 90 Minuten unentschieden stand, war als gerecht zu bezeichnen. Denn keines der beiden Teams vermochte sich deutliche Vorteile zu erarbeiten. Nach knapp einer Stunde ging Davide Chiumiento von der Wiler Hintermannschaft vergessen, so dass dieser auf 2:1 stellte. In der Schlussphase genoss Tim Grossklaus erstaunlich viele Freiheiten und konnte den Luzerner Torhüter Sven König zum Schussresultat überlisten.

 

Gsell vor Comeback

Die Partie war geprägt von vielen Auswechslungen. König war der einzige Spieler, der während 90 Minuten auf dem Feld stand. Der Bergholz-Klub setzte sechs Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ein und testete drei Akteure. Im zentralen Mittelfeld waren es Luca Ladner vom FC Zürich sowie Attila Busai aus Ungarn. Im Angriff sorgte der robuste Slowene Dzengis Cavusevic – nicht zum ersten Mal beim FC Wil im Test – für Unruhe. Sowohl Sportchef Axel Thoma wie auch Komornicki zeigten sich angetan von den Leistungen der Testspieler.

Aus Wiler Sicht vermisste man einige Akteure. So etwa Diren Akdemir, der zum FC Vaduz wechseln wollte und dies auch getan hat. Zudem war Stipe Matic aus familiären Gründen abwesend (er wird am Dienstag zurück erwartet) und bei Dario Lezcano gibt es Probleme mit dem Visum. Der Paraguayer dürfte am Montag in Wil eintreffen. Zudem fehlten Przemek Madry, Yago Bellon sowie Lucca Kaiser verletzt. Ein Lauftraining abseits des Spielfeldes absolvierten der leicht angeschlagenen Christian Maag, der im Januar in Wil trainieren wird, sowie Markus Gsell. Der Ur-Wiler hofft, dass er am Mittwoch beim nächsten Testspiel des FC Wil in Tübach gegen St. Gallen (16 Uhr) sein Comeback nach der langwierigen Verletzung geben kann.

 

 

FC Luzern – FC Wil 1900 2:2 (1:1)

Kunstrasenplatz Allmend Süd, Luzern: 200 Zuschauer. – Sr: Speranda.

Tore: 5. Blumer 0:1. 15. Ferreira 1:1. 59. Chiumiento 2:1. 78. Grossklaus 2:2.

FC Luzern:

1. Halbzeit: König; Zverotic, Schwegler, Seoane, Lustenberger; Renggli, Yakin, Kukeli; Ferreira, Ianu, Chiumiento.

2. Halbzeit: König; Lambert; Seoane (64. Diarra), Veskovac, Lukmon; Renggli (64. Imholz), Yakin (64. Etter), Wiss; Ferreira (64. Sorgic), Paiva, Chiumiento (64. Siegrist).

FC Wil 1900:

1. Halbzeit: Taini; Haziri, Sarr, Schär, Alija; Rodriguez, Muslin, Busai, Huber; Blumer, Cavusevic.

2. Halbzeit: Bernet; Di Gregorio, Schönenberger, Sarr (82. Tosun), Alija (58. Grämiger); Kim, Muslin (82. Oertig), Ladner, Huber (68. Nagel); Blumer (68. Hamidovic), Grossklaus.

Bemerkungen: Luzern ohne Frimpong (krank) und Zibung (abwesend). Wil ohne Gsell, Madry, Kaiser, Bellon, Maag (verletzt), Lezcano und Matic (abwesend), dafür mit den Testspielern Luca Ladner (FC Zürich), Attila Busai (Ungarn), Dzengis Cavusevic (Slowenien) und den eigenen Nachwuchsspielern Fabian Schär, Sefkan Tosun, Remo Grämiger, Mirco Oertig, Yannic Nagel und Mihret Hamidovic. Verwarnung: 7. Busai (Foul). 19. Taini lenkt Freistoss von Yakin an den Pfosten. 25. Pfostenschuss Blumer.

 

Aufmerksam: Der neue Trainer Ryszard Komornicki (links) und Sportchef Axel Thoma

 

Markus Gsell (rechts) möchte am Mittwoch beim nächsten Testspiel sein Comeback geben.

 

Hakan Yakin (rechts) hätte beinahe mittels Freistoss ein Tor für Luzern erzielt.

 

Bericht/Bilder: Simon Dudle

09.01.10