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FC Wil - FC Biel 1:1

Gesteigert und geschlafen

Der FC Wil und der FC Biel trennen sich 1:1 unentschieden.

 

 

Der Bergholz-Klub bleibt zwar seit dem 22. August unbesiegt, kommt gegen den FC Biel aber nicht über ein 1:1 hinaus. Nach einer schwachen Startphase steigern sich die Äbtestädter und gehen durch David Blumer verdient in Führung. Aus dem Nichts gelingt den Seeländern durch Adrian Moser jedoch der Ausgleich.

 

Nach dem schwarzen August und dem goldenen September stellt sich beim FC Wil die Frage, wie wohl der Oktober wird. Entscheidend dürfte dazu beitragen, wie das Cup-Spiel gegen den FC St. Gallen am 18. Oktober verlaufen wird. Bevor es soweit ist, ging es gegen Biel darum, die Steigerung der vergangenen Partien zu bestätigen, was nur halbwegs gelungen ist. Zu Beginn mussten die Ostschweizer unten durch. Die Gäste aus dem Berner Seeland waren anfänglich die bessere Mannschaft und hatten auch die klareren Tormöglichkeiten. Dario Dussin, Labinot Sheholli und Adrian Moser vergaben jedoch Chancen für die Berner.

 

Blumer zum Siebten

Schritt für Schritt arbeiteten sich die Wiler ins Spiel und gewannen mit zunehmender Spieldauer die Oberhand. Tormöglichkeiten waren die Folge. Zuerst brachten Dario Lezcano und Stipe Matic mit Kopfbällen das Spielgerät nicht über die Linie, kurz vor der Pause fiel der erste Treffer doch noch. David Blumer hatte nach einem Abpraller nachgesetzt und den Ball über die Linie gedrückt. Während Schiedsrichter-Assistent Carmine Sangiovanni bereits Richtung Mitte lief und ein Tor anzeigte, wurde er vom Haupt-Schiedsrichter Patrick Winter überstimmt. Der Ref hatte ein Foul gesehen und annullierte den Treffer, was auf Wiler Seite niemand verstand.

So hatte das torlose Remis auch in der zweiten Halbzeit noch bestand. Die Ostschweizer liessen sich aber nicht verunsicherten und nahmen weitere Anläufe, den Führungstreffer zu erzielen. Blumer war es, der nach knapp einer Stunde zu seinem Erfolgserlebnis kam und für die Äbtestädter das 1:0 erzielte. Es war bereits der siebte Treffer des 23-jährigen Stürmers in der noch jungen Saison.

 

Zwei Unentschieden

Beflügelt durch den Führungstreffer setzten die Wiler nach und es schien, als hätte Biel keine Waffe mehr, um das Heimteam zu beunruhigen. Statt 2:0 stand es nach 67 Minuten aber 1:1. Nachdem die Verteidiger des Bergholz-Klubs geschlafen hatten und Adrian Moser freistehend zum Kopfball gekommen war, musste der Wiler Torhüter Davide Taini zum ersten Mal seit dem 29. August einen Gegentreffer hinnehmen.

Dieser Ausgleich hatte einen Bruch im Spiel des Heimteams zur Folge. Zwar war Wil weiterhin bemüht, doch wollte neben einer Chance Nicolas Hubers nicht mehr viel gelingen. Dafür war Biel nahe dran, als erstes Team in diesem Jahr den Sportpark Bergholz als Sieger zu verlassen. Da jedoch der eingewechselte Yannick Heiniger eine gute Chance vergab und Taini einen weiteren Abschluss parierte, blieb es beim Unentschieden. „Das Resultat ist korrekt. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir zu wenig aggressiv“, sagte Wils Trainer Didi Münstermann nach dem Vergleich mit seinem ehemaligen Klub.

Es war nicht das einzige Unentschieden des FC Wil an diesem Abend. Die zweite Mannschaft trennte sich in der 2. Liga-Meisterschaft auswärts von Frauenfeld mit 0:0, bleibt in diesem Jahr weiter unbesiegt, hat aber schon drei Spiele in Serie nicht mehr gewonnen.

 

 

FC Wil 1900 – FC Biel 1:1 (0:0)

Bergholz: 1020 Zuschauer. – Sr: Winter.

Tore: 58. Blumer 1:0. 67. Moser 1:1.

FC Wil 1900: Taini; Sarr, Matic, Madry, Alija; Muslin; Lezcano, Bellon (79. Grossklaus), Akdemir, Huber; Blumer.

FC Biel: Werro; Di Nardo, Kehrli, Zenger, Baumann (26. Egli); Casasnovas (71. Heiniger), Hediger, Sheholli, Dussin (78. Dénervaud); Morello, Moser.

Bemerkungen: Wil ohne Haziri (gesperrt), Gsell (verletzt), Kaiser, Maag und Bolay (nicht im Aufgebot). Biel ohne Boz, Mathys (verletzt), Wanner und Grosjean (nicht im Aufgebot). 45. Tor von Blumer annulliert (Foul). Verwarnungen: 30. Sheholli (Reklamieren). 35. Di Nardo (Foul). 91. Moser (Foul). 94. Grossklaus (Foul).

 

Der defensive Mittelfeldspieler Marko Muslin zeigte eine gute Partie und war zweikampfstark.

 

Schiedsrichter Patrick Winter (rechts) und sein Assistent Carmine Sangiovanni harmonierten nicht gut.

 

Merci Davide Taini! Der Wiler Schlussmann hat schon über 100 Meisterschaftsspiele für Wil absolviert.

 

Bericht/Bilder: Simon Dudle

03.10.09