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Testspiel: FC Wil - FC Winterthur 1:1
Wie in der Meisterschaft
In einem weiteren Vorbereitungsspiel trennt sich der FC Wil vom FC Winterthur mit 1:1.

Genau zwei Wochen vor dem Saisonstart hat der FC Wil sein drittletztes Vorbereitungsspiel bestritten und dabei gegen den FC Winterthur ein 1:1 erreicht. Nachdem die Eulachstädter die erste Halbzeit dominiert hatten und durch Emir Lenjani in Führung gegangen waren, steigerte sich der Bergholz-Klub und erarbeitete sich den Ausgleichs-Treffer durch Naim Haziri mittels Foulpenalty
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Der FC Wil in der Provinz. So kann man die Reisen umschreiben, die der FC Wil momentan unternimmt. Im Halbwochen-Rhythmus ist er auf einem meist idyllischen Sportplatz zu Gast und trägt dort ein Vorbereitungsspiel aus. So hiessen die Destinationen in dieser Vorbereitung bis anhin Bazenheid, Frauenfeld, Henau, Onstmettingen, Malters und nun Münchwilen.
In der Wiler Nachbargemeinde ist ein Fussballklub beheimatet, der in diesem Sommer den Aufstieg in die 3. Liga realisiert hat. Deren Präsident ist Hansjörg Schmid, der sich bei den Heimspielen des FC Wil jeweils um das Wohlergehen der Gäste des Gönnervereins „Club 2000“ kümmert. Nun organisierte der FC Münchwilen seit langem wieder mal ein Spiel mit zwei Challenge League-Mannschaften. Diese Partie diente als Hauptprobe, bevor kommendes Jahr möglicherweise ein Super League-Klub auf dem Sportplatz Waldegg zu Gast sein soll.
Gnade vor Recht
Für den Wiler Trainer Didi Münstermann ist es kein Problem, in der Provinz Fussball zu spielen. Ganz im Gegenteil: „Der FC Luzern ist ein Vorbild. Dort sind die Testspiele jeweils ein Event, es kommen 2000 Zuschauer und es gibt Unterhaltung. Das soll auch das Ziel des FC Wil sein.“
Auf dem schönen Platz in Münchwilen taten sich die Äbtestädter lange schwer. In der ersten Halbzeit hatten sie wenig zu bestellen und eigentlich hätte Torhüter Adrian Bernet nach zehn Minuten die rote Karte gezeigt bekommen müssen. Nach einem Notbremse-Foul des Wiler Schlussmanns liess Schiedsrichter Patrick Winter jedoch Gnade vor Recht walten und zeigte Bernet lediglich den gelben Karton. Dies änderte nichts am Umstand, dass die Eulachstädter überlegen auftraten und noch vor der Pause verdientermassen durch Emir Lenjani in Führung gingen. Es bleibt aber festzuhalten, dass Münstermann einige Stammspieler wie Stipe Matic, Dario Lezcano und Nicolas Huber schonte. „Wir tragen momentan binnen fünf Tagen drei Spiele aus. Da muss ich darauf achten, dass die Akteure nicht zu viel Einsatzzeit bekommen“, so der Wiler Trainer.
„Den Treffer verdient“
Nach dem Seitenwechsel glich der Bergholz-Klub das Spielgeschehen aus, er erarbeitete sich Möglichkeiten und die Testspieler Roberto Rodriguez sowie Jin Kuk Kim vergaben zwei Chancen. Nach einem Foul an Rodriguez in der Schlussphase gab es einen Foulpenalty, den der eingewechselte Naim Haziri zum Ausgleich und Schlussresultat verwertete.
Von Spielverlauf her erinnerte diese Vorbereitungspartie an den Vergleich dieser beiden Klubs in der Meisterschaft am 22. April auf dem Bergholz. Auch damals war Winterthur über weite Strecken die bessere Mannschaft gewesen, aber den Wilern in der Schlussphase noch der Ausgleich zum 1:1 geglückt. Münstermann wollte von einem ähnlichen Spiel aber nichts wissen: „Die Unterschiede waren gross und der Rhythmus damals einiges höher.“ Zum Spiel sagte er: „Wir haben den Ball in der ersten Halbzeit jeweils zu leichtfertig verloren. Aufgrund der Chancen im zweiten Umgang verdienten wir uns den Treffer, jedoch hätte Winterthur auch weitere Tore erzielen können.“

FC Wil 1900 – FC Winterthur 1:1 (0:1)
Sportplatz Waldegg, Münchwilen: 450 Zuschauer. – Sr: Winter.
Tore: 38. Lenjani 0:1. 86. Haziri (Foulpenalty) 1:1.
FC Wil 1900: Bernet; Mvondo, Bolay, Madry, Maier; Maas (46. Haziri), Rodriguez, Muslin (66. Alija), Bellon; Ivanishvili, Kim (79. Maag).
FC Winterthur: Vasic; von Niederhäusern (53. Frangao), Iten, Schnorf, Cecchini (46. Radice); Lüscher, Juninho, Lombardi (46. Abrashi), Lenjani; Bieli, Antic.
Bemerkungen: Wil ohne Grossklaus, Gsell, Sarr (verletzt), Akdemir und Christen (abwesend), dafür mit den Testspielern Alessandro Maier (St. Gallen), Roberto Rodriguez (Grasshoppers), George Ivanishvili (Zürich), Jin Kuk Kim (Concordia Basel), Olivier Mvondo (Kamerun) und Jerome Maas (Deutschland). Winterthur ohne Zuffi, Kuzmanovic und Sprunger (verletzt). Verwarnung: 10. Bernet (Foul).

Testspieler George Ivanishvili hatte vor der Pause einen Treffer auf dem Fuss.

Chancen vergeben, Penalty herausgeholt: die Bilanz von Testspieler Roberto Rodriguez.

Der Deutsche Jerome Maas (ehemals VfL Wolfsburg) hat einen starken linken Fuss.

Der FC Winterthur drückte dem Spiel vor allem vor der Pause den Stempel auf.

Auf dem Sportplatz Waldegg in Münchwilen entwickelte sich ein umkämpftes Spiel.

War der ehemalige Nationalspieler Alain Sutter einer der 450 Zuschauer beim Testspiel?
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Marcel Wild