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Testspiel: FC Luzern - FC Wil 0:0

Gegen Luzern dichtgehalten

Der FC Wil und der FC Luzern trennen sich in einem Testspiel mit 0:0.

 

 

Nachdem der FC Wil schon vor Wochenfrist gegen den Super League-Klub FC St. Gallen eine über weite Strecken gute Figur gemacht hatte, bestätigt er diesen positiven Eindruck. Bis das 0:0 in Malters gegen den FC Luzern unter Dach und Fach ist, muss der Bergholz-Klub jedoch etwas Glück in Anspruch nehmen. Noch immer sind die Wiler auf der Suche nach Verstärkungen für die Offensive.

 

Der FC Luzern ist in der Innerschweiz stark verwurzelt. Dies zeigte sich am Umstand, dass zum Testspiel des Super League-Klubs gegen den FC Wil rund 2000 Zuschauer auf die Sportanlage Oberei in Malters erschienen. Das sind einige Kiebitze mehr als an den meisten Meisterschaftsspielen des Bergholz-Klubs. Viele von ihnen waren da, um den neu verpflichteten Hakan Yakin unter die Lupe zu nehmen. Dieser wurde während der ersten Halbzeit eingesetzt, setzte jedoch nicht allzu viele Akzente. Dafür nahm er sich nach der Partie Zeit, um einige Autogramme zu schreiben. Yakin war der grosse Star, vor allem bei den kleinen Fans.

Den Hype um die Luzerner Nummer 10 bekamen auch die Wiler Spieler zu spüren, die sich nach der Partie den Weg freikämpfen mussten, um in die eigene Garderobe zu gelangen. Auf dem Feld hatte die Äbtestädter Mannschaft die starke Luzerner Offensive – auch João Paiva, Cristian Ianu und Davide Chiumiento sorgten für Wirbel – einigermassen im Griff. Trotzdem musste der Challenge League-Verein einige heikle Momente überstehen. So trafen die Luzerner in jeder Halbzeit je einmal die Torumrandung.

 

„Physisch kaum ein Unterschied“

Luzern führte in diesem Testspiel die feinere Klinge und hatte einige Möglichkeiten. Jedoch scheiterten sie entweder am Wiler Torhüter Davide Taini, an der eigenen Ungenauigkeit oder eben an der Torumrandung. Auch die Äbtestädter trauten sich – vorab in der ersten Halbzeit – in die Offensive. Trainer Didi Münstermann testete für einmal ein 4-3-3-System, so lange er den angeschlagenen Tim Grossklaus nicht auswechseln musste.

Trotz drei Angreifern war es Verteidiger Stipe Matic, der zwei Mal einem Treffer nahe war. Da auch Testspieler David Blumer, Naim Haziri und in der Schlussphase Dario Lezcano Möglichkeiten vergaben, blieb es beim torlosen Unentschieden, das für die Ostschweizer als Erfolg zu werten ist. „Wir haben gut mit dem Super League-Klub mitgehalten, jedoch aus unseren offensiven Ansätzen zu wenig gemacht“, sagte Münstermann nach der Partie und ergänzte: „Vor allem physisch war kein grosser Unterschied festzustellen.“

 

Die Rangliste im Kopf

Noch dauert es gut zwei Wochen bis zum Saisonstart der Wiler in Wohlen. Langsam aber sicher zeichnet sich ein Gerüst an Spielern ab, die in der kommenden Saison das Dress der Wiler tragen könnten. Noch müssen jedoch bei einigen Akteuren in Sachen Verträge Nägel mit Köpfen gemacht werden. Sportchef Axel Thoma sagt: „Wir wollen uns in der Offensive noch verstärken. Damit ist nicht nur der Angriff gemeint, sondern auch das offensive Mittelfeld.“

Obwohl das Team derzeit noch nicht komplett ist, denkt Trainer Münstermann schon an die Zukunft: „Ich habe bereits die Rangliste der kommenden Challenge League-Saison im Kopf.“. An welcher Position dabei der FC Wil zu finden ist, wollte er jedoch nicht verraten. Dafür sagt Münstermann: „Die Mannschaft zieht gut mit und die Stimmung im Team ist sehr gut.“

 

 

FC Luzern – FC Wil 1900 0:0

Sportplatz Oberei, Malters: 2000 Zuschauer. – Sr: Speranda.

FC Luzern: Kaufmann; Zverotic, Seoane, Schwegler (64. Diarra), Lustenberger; Pavlovic (46. Ferreira), Renggli (89. Imholz), Kukeli (46. Wiss), Chiumiento; Yakin (46. Paiva), Ianu (70. Pacar).

FC Wil 1900: Taini; Alija, Madry, Matic, Kaiser; Haziri, Muslin, Huber; (81. Mvondo); Lezcano, Blumer, Grossklaus (46. Kim).

Bemerkungen: Luzern ohne Zibung, Adekunle und Sorgic (verletzt). Wil ohne Sarr, Gsell (verletzt), Akdemir, Maag, Christen (abwesend), dafür mit den Testspielern Alessandro Maier (St. Gallen), David Blumer (Grasshoppers), Jin Kuk Kim (Concordia Basel) und Olivier Mvondo (Kamerun). Verwarnungen: 43. Chiumiento (Foul). 62. Haziri (Reklamieren).

 

Anstehen am Bierstand: die Kehrseite von 2000 Fans beim Vorbereitungsspiel.

 

Der Star von Malters: Hakan Yakin wurde von vielen Autogrammjägern bestürmt.

 

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Auch eine Gruppe von Wiler Anhängern war beim Testspiel gegen Luzern dabei.

 

Bericht/Bilder: Simon Dudle