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FC Wil - FC Winterthur 1:1

Leistungssteigerung bringt Punkt

Der FC Wil und der FC Winterthur trennen sich 1:1 unentschieden.

 

 

Das ist gerade noch halbwegs gut gegangen. Trotz einer durchwachsenen Leistung bleibt der FC Wil in diesem Jahr vor dem eigenen Anhang unbesiegt. Beim 1:1 gegen Winterthur gleicht Silvio in der Schlussphase die Partie aus. Auch wenn das Remis über das ganze Spiel betrachtet glücklich ist, so hätte am Ende für die Wiler gar ein Sieg resultieren können.

 

Der FC Wil bleibt auch im siebten Derby in dieser Saison ungeschlagen. Gegen Winterthur sah es jedoch lange nicht danach aus, als ob der Bergholz-Klub diese Serie fortsetzen könnte. Denn während rund 70 Minuten waren die Gäste aus Winterthur die bessere Mannschaft. In der ersten Halbzeit war die Spielanlage, als ob die Eulachstädter ein Heimspiel ausgetragen hätten. Die Mannschaft von Mathias Walther war bissiger, gewann die Mehrheit der Zweikämpfe und machte mehr für die Offensive als der FC Wil. Trotzdem kam auch das Heimteam zu Möglichkeiten. Dario Lezcano scheiterte in der Starphase am Winterthurer Torhüter Christian Leite und ein Weitschuss von Yvan Bolay verfehlte das Ziel knapp.

 

Winterthur verpasst das 0:2

Auch diese Möglichkeiten konnten nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass einige Spieler des FC Wil an diesem Abend nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe waren. So sah sich Trainer Didi Münstermann in der Pause gezwungen, zwei Auswechslungen vorzunehmen. Positive Folgen hatte diese Massnahme vorerst nicht. Winterthur ging nach 52 Minuten verdientermassen in Führung, nachdem Michel Sprunger schön lanciert worden war. Es war erst der vierte Gegentreffer der Wiler in diesem Jahr.

Nach diesem Tor änderte sich die Spielanlage. Die Gäste traten nicht mehr so dominant auf wie vor ihrem Treffer, kontrollierten das Spiel aber weiterhin. Ihr einziges Manko: Sie verpassten es, das zweite Tor zu erzielen und die Partie somit vorzeitig zu entscheiden. So blieb der FC Wil im Spiel und konnte auch in der Schlussphase noch darauf hoffen, die in diesem Jahr währende Ungeschlagenheit vor dem eigenen Publikum zu wahren. Dass ihm dies glückte, verdankte der Bergholz-Klub einer Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten des Spiels.

 

Wiler Chancen am Schluss

Das 1:1 hätte eigentlich in der 84. Minute fallen müssen. Nach einem sehenswerten Angriff über Naim Haziri und Silvio gelangte der Ball zum eingewechselten Tim Grossklaus, dessen Kopfball aus kurzer Distanz aber über das Tor abgelenkt wurde. Der anschliessende Corner brachte erneut Gefahr vor dem Tor der Gäste. Markus Gsells Schuss war aber nicht präzis genug. Wiederum nur Sekunden später fiel der Ausgleich. Sally Sarr bediente Silvio, der zum aus Wiler Sicht glücklichen 1:1 traf. Beinahe hätte diese Partie in der Schlussphase einen Sieger gefunden. Denn beide Mannschaften erspielten sich nach dem 1:1 weitere Möglichkeiten, wobei die Eulachstädter in mehreren Situationen einen Penalty reklamierten, diesen aber nicht bekamen.

Didi Münstermann war mit dem Gebotenen nicht zufrieden: „Es ist für mich unerklärlich, wieso bei einigen Spielern die Bereitschaft gefehlt hat.“ Trotzdem konnte er der Partie auch Gutes abgewinnen: „Positiv war, dass wir in den letzten 20 Minuten reagiert haben“, so der Trainer. Die knapp 1200 Zuschauer, die dem Derby beiwohnten, müssen zum Schluss gekommen sein, dass der Punktgewinn aus Wiler Sicht glücklich war.

 

 

FC Wil 1900 – FC Winterthur 1:1 (0:0)

Bergholz: 1180 Zuschauer. – Sr: Grossen.

Tore: 52. Sprunger 0:1. 85. Silvio 1:1.

FC Wil 1900: Taini; Haziri, Madry, Matic, Kaiser (46. Huber); Bolay (73. Grossklaus), Sarr, Muslin, Akdemir; Lezcano (46. Gsell), Silvio.

FC Winterthur: Leite; Von Niederhäusern, Schnorf, Aziawonou, Radice; Lombardi, Lüscher, Barlecaj, Kuzmonovic (76. Abrashi), Sprunger; Antic (88. Llumica).

Bemerkungen: Wil ohne Franjic (verletzt). Winterthur ohne Zuffi, Senn, Frangao (alle verletzt), Ljimani, Kurdov, Coutinho, Lenjani und Bristot (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 31. Antic (Schwalbe). 44. Schnorf (Foul). 65. Bolay (Foul).

 

Sally Sarr war einer der besseren Spieler bei Wil und bereitete das 1:1 vor.

 

Spielte trotz Kreuzbandanriss: Markus Gsell.

 

Erst in der Schlussphase wurden die Wiler so richtig zwingend.

 

Die Fans des FC Winterthur waren zahlreich nach Wil gereist.

 

Bericht: Simon Dudle

Bilder: Marcel Wild