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Servette FC - FC Wil 1:1

Nach der Pause erwacht

Der FC Wil spielt auswärts in Genf gegen Servette 1:1 unentschieden.

 

 

Auch im dritten Auswärtsspiel hintereinander reicht es dem FC Wil nicht zu einem Sieg. Beim 1:1 gegen Servette spielen die Äbtestädter zu Beginn sehr effizient und vergeben in der Schlussphase die Möglichkeit zum Sieg. Jedoch stand auch Servette gegen Ende des Spiels dem Erfolg nahe.

 

Das Auswärtsspiel des FC Wil in Genf war ein typischer Auftritt des Bergholz-Klub in der laufenden Saison. Defensiv liessen die Ostschweizer relativ wenig zu und Servette kam praktisch nur in der Schlussphase zu wirklich guten Möglichkeiten. Offensiv taten sich die Wiler, die im Vergleich zum Spiel in Nyon eine Woche zuvor wieder mit einem 4-1-4-1-System statt mit einem 4-4-2 angetreten waren, aber ziemlich schwer. In der ersten Halbzeit tauchten die Gäste nur ein einziges Mal vor dem Tor des Servette-Torhüters David Gonzalez auf. Dieser Angriff in der 31. Minute war dafür besonders sehenswert. Silvio hatte auf der linken Seite Diren Akdemir bedient, der mit einem Flügellauf fast bis auf die Grundlinie durchgebrochen war. Seine Flanke fand den mitgelaufenen Dario Lezcano. Der Paraguayer hatte keine Mühe, aus rund fünf Metern Entfernung per Kopf das 1:0 für die Gäste zu erzielen. Es war für die Wiler ein mehr als guter Lohn für eine Leistung, die in der ersten Halbzeit als durchwachsen zu bezeichnen war. „Es fehlten Engagement und Leidenschaft“, resümierte der Wiler Trainer Didi Münstermann nach dem Spiel die erste Hälfte.

 

Muslin mit dem Matchball

Die Partie schien für die Wiler zu laufen. Mit der Führung im Rücken konnten sie das tun, was sie am besten können: die Räume eng machen und kaum etwas zulassen. Trotzdem reichte es ihnen nicht, um mit einer Führung die Seiten zu wechseln. Denn in der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielten die Genfer den Ausgleich. Matias Vitkieviez konnte sich am nahen Pfosten durchsetzen und aus wenigen Metern zum 1:1 einschieben. Es war im 12. Auswärtsspiel des FC Wil in dieser Saison erst der siebte Gegentreffer.

Nach der Pause agierten die Wiler mit mehr Druck und Nachhaltigkeit. Servette hatte während geraumer Zeit kaum mehr nennenswerte Torchancen. Deren viele waren es auch bei den Äbtestädtern nicht, trotzdem hätte es zum Sieg reichen können. Nach einem der wenigen Wiler Eckbälle kam Marko Muslin mit dem Kopf an den Ball, er traf aber den gut reagierenden Genfer Schlussmann Gonzalez. Doch ein Sieg wäre etwas des Guten zu viel gewesen.

 

Taini rettet den Punkt

In den letzten Minuten des Spiels unternahm Servette Einiges, um den ersten Sieg des Jahres einzufahren. Vitkieviez vergab eine grosse Chance und auch Genséric Kusungas Abschluss aus kurzer Distanz fand den Weg ins Tor nicht. Als der Wiler Torhüter Davide Taini in der Nachspielzeit auch noch einen Abschluss von Anthony Braizat in den Corner ablenkte, mussten sich die Gefner definitiv mit dem vierten Unentschieden im vierten Heimspiel des Jahres begnügen. Dies war für sie besonders ärgerlich, weil der eingewechselte Vincent Rüfli in der 83. Minute nur den Pfosten getroffen hatte.

Münstermann, der bereits bei Halbzeit zwei Auswechslungen vorgenommen hatte, zeigte sich ob der Leistungssteigerung nach der Pause zufrieden: „Das gibt Mut für die Zukunft. Ich hoffe, dass wir im nächsten Spiel gegen La Chaux-de-Fonds an die zweite Halbzeit anknüpfen können.“

Erfreuliche Erscheinung am Rande: Obwohl das Spiel an einem Donnerstagabend ausgetragen wurde, nahmen doch rund 20 Fans des FC Wil die weite Reise in die Calvin-Stadt auf sich. Im Stade de Genève, das mit knapp 1500 Zuschauern spärlich besetzt war, sorgten sie friedlich und lautstark für Unterstützung.

Der FC Wil dankt allen für die tolle Unterstützung im Laufe der Saison und wünscht frohe Ostern!

 

Servette FC – FC Wil 1900 1:1 (1:1)

Stade de Genève: 1495 Zuschauer. – Sr: Klossner.

Tore: 31. Lezcano 0:1. 45. Vitkieviez 1:1.

Servette FC: Gonzalez; Schneider, Kusunga, Girod, Bratic (75. Rüfli); Pont, Pizzinat, Braizat, Boughanem (46. N’Diasse); Vitkieviez, Eudis (69. Yoda).

FC Wil 1900: Taini; Haziri, Madry, Matic, Huber (46. Kaiser); Muslin; Lezcano, Gsell, Franjic (46. Sarr), Akdemir; Silvio.

Bemerkungen: Servette ohne Ural, Tréand, N’Tiamoah, Bouziane (verletzt), Guillou und Marques (nicht im Aufgebot). Wil ohne Christen (krank). Verwarnungen: 43. Pont (Foul). 61. Kaiser (Foul). 83. Rüfli (Foul). 83. Pfostenschuss Rüfli.

 

Die Ostschweizer traten in Genf lediglich mit einer Sturmspitze an: FCZ-Leihgabe Silvio.

 

Immer dabei und mitendrin im Geschehen: "Rutschi", der FC Wil Chauffeur und Fan in einer Person.

 

Trotz Gegentor gegen Servette: Die Wiler stellen noch immer die zweitbeste Abwehr der Liga.

 

Etwas überraschend brachte Dario Leczano die Wiler nach einer halben Stunde in Führung.

 

Nicolas Huber spielte lediglich eine Halbzeit. Der Verteidiger war bereits vor dem Spiel angeschlagen.

 

Bericht: Simon Dudle

Bilder: Deborah Rutz