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FC Stade Nyonnais - FC Wil 1:0

Nach gutem Beginn abgebaut

Der FC Wil verliert das Auswärtsspiel beim FC Stade Nyonnais mit 0:1.

 

 

Im sechsten Spiel des Jahres hat der FC Wil die erste Niederlage kassiert. Nach einem engagierten Beginn bauten die Äbtestädter ab und fanden kein Mittel gegen den ersatzgeschwächten Aufsteiger aus dem Waadtland. Somit verpasste der Bergholz-Klub den Sprung auf Platz drei in der Tabelle.

 

Der FC Wil tut sich gegen Aufsteiger in die Challenge League fast schon traditionell schwer. In der vorangehenden Saison resultierte aus vier Spielen nur ein einziger Sieg (6:2 in Zug gegen den SC Cham). Diese Saison sieht es nicht besser aus. In bisher drei Partien konnte nur ein Punkt gewonnen werden (0:0 im Heimspiel gegen Stade Nyonnais). Den einzigen Treffer gegen einen Aufsteiger erzielte Stipe Matic in Biel mittels Penalty.

Auch der Auftritt im Colovray zu Nyon konnte diese Zahlen nicht verschönern. Dabei war die Starphase noch sehr ordentlich vonstatten gegangen. Schon nach lediglich 56 Sekunden besass Diren Akdemir eine gute Chance auf den frühen Führungstreffer. Der Flügelspieler hatte jedoch das Visier nicht genau genug eingestellt und schoss knapp neben das Tor. Auch in der Folge waren die Möglichkeiten der Gäste zum Teil hochkarätig, die nötige Effizienz liessen die Wiler aber vermissen. So erneut Akdemir nach sieben Minuten, Anto Franjic und auch Markus Gsell auf Vorarbeit von Silvio.

 

Gefährliche Konter

Nach rund einer halben Stunde gab es jedoch einen Bruch im Spiel der Wiler. Stade Nyonnais gewann plötzlich Oberwasser und hätte in der 31. Minute in Führung gehen müssen. Paulo Sousa ging von der Hintermannschaft der Gäste völlig vergessen und konnte sich alleine vor dem Wiler Torhüter Davide Taini die Ecke aussuchen. Sein Knaller landete jedoch an der Latte. Vier Minuten später war der Führung für die Gastgeber doch noch Tatsache. Nicola Zari genoss im Strafraum der Äbtestädter zu viele Freiheiten und erzielte das 1:0 für Nyon. Die Reaktion der Gäste kam nur zögerlich und die Hausherren besassen vor der Pause die Chance, das Skorre zu erhöhen. Zari schoss aber knapp über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich nicht zum ersten Mal in dieser Saison, das sich der Bergholz-Klub schwer tut, auf einen Rückstand zu reagieren. Die Chancen auf den Ausgleich waren rar, es hätte aber trotzdem zum Ausgleich reichen sollen. Nach einer Stunde legte Tim Grossklaus mustergültig für Anto Franjic auf, der aber aus wenigen Metern nicht reüssierte. Je länger das Spiel dauerte, desto verzweifelter wurden die Angriffsversuche der Ostschweizer. Stade Nyonnais fand immer mehr Platz für Konter vor, wusste diese aber nicht zu verwerten. Sousa traf in der Schlussphase das Lattenkreuz.

 

Frust statt Platz drei

Statt sich über Platz drei in der Rangliste zu freuen, blieb den Gästen nur der Frust über die erste Niederlage im Jahr 2009. Seit mehr als zwei Spielen hat der FC Wil keinen Treffer mehr erzielt und der beste Torschütze in den Reihen Wils ist nach wie vor Mathias Christen. Der Liechtensteiner erzielte sein viertes und bis anhin letztes Tor am 30. August des vergangenen Jahres. Trainer Didi Münstermann bemängelte nach der Partie den ungenügenden geschnittenen Rasen im Colovray und sagte zur Leistung seiner Mannschaft: „Die Einstellung hat nicht gestimmt. Es war einfach zu wenig. Trotzdem hätte ein Unentschieden dem Spielverlauf eher entsprochen als dieses 1:0.“

Die Chancen auf Tore waren vor allem in der Startphase vorhanden gewesen. Die Darbietung in den folgenden 60 Minuten war jedoch zu mager und die Waadtländer bekundeten wenig Mühe, das Resultat über die Zeit zu bringen. Dabei hatten sie aufgrund von Sperren und Verletzungen auf acht Spieler verzichten müssen.

 

 

FC Stade Nyonnais – FC Wil 1900 1:0 (1:0)

Colovray: 505 Zuschauer. – Sr: Hänni.

Tor: 35. Zari 1:0.

FC Stade Nyonnais: Mathey; Pauchard (86. Schneitter), Katz, Miéville, Langlet; Ngindu, Zari, Germanier, Atkinson (79. Gétaz); Sousa, Huvos (93. Bichard).

FC Wil 1900: Taini; Haziri, Madry, Matic, Huber; Franjic (61. Lezcano), Muslin, Gsell (78. Sarr), Akdemir; Silvio,  Grossklaus.

Bemerkungen: Nyon ohne Hauser, Kamara, Lombardo (alle gesperrt), Domoraud, Hyvernaud, Machado, Munoz, Sordet und Arona (alle verletzt). Wil ohne Christen (krank). 31. Lattenschuss Sousa. 78. Schuss von Sousa ans Lattenkreuz. Verwarnung: 67. Huvos (Ballwegschlagen).

 

Terminkollision: Am Samstag ist der Platz von der Rugby-Nationalmannschaft besetzt - die Wiler mussten am Donnerstag ran.

 

Die Wiler Verteidigung liess zwar wieder nur einen Gegentreffer zu, es reichte aber nicht zu einem Punktgewinn.

 

Wil-Trainer Didi Münstermann konnte nicht zufrieden sein und hatte Einiges zu notieren.

 

Diren Akdemir besass in der 1. Halbzeit zwei gute Chancen auf den Führungstreffer.

 

Am Ende blieben enttäuschte Wil-Fans zurück, die noch eine lange Heimreise vor sich hatten.

 

Bericht: Simon Dudle

Bilder: Deborah Rutz