« zurück
FC Wil - FC Schaffhausen 2:1
Die Wiler siegen weiter
Der FC Wil gewinnt das Heimspiel gegen den FC Schaffhausen 2:1.

Auch im vierten Spiel des Jahres ist der FC Wil nicht zu bremsen. Trotz einer durchschnittlichen Leistung reicht es den Äbtestädtern gegen den FC Schaffhausen zu einem 2:1-Sieg. Diren Akdemir und Markus Gsell schossen je ihr zweites Saisontor und ebneten dem Bergholz-Klub damit den Weg zu den drei Punkten.
Mit einem solchen Rückrundenstart hätten wohl nicht einmal die grössten Optimisten gerechnet. Vier Mal hat der FC Wil im Jahr 2009 bis jetzt gespielt, vier Mal resultierte ein Sieg. Gegen Schaffhausen kassierten die Wiler heuer den ersten Gegentreffer. Der Sieg gegen die Munotstädter war die Folge eines effizienten Auftritts. Noch bevor sich die Heimmannschaft die erste Tormöglichkeit erspielt hatte, lag sie in Führung. Nach einer ungenügenden Faust-Abwehr des Schaffhauser Torhüters Sébastien Roth reagierte Diren Akdemir blitzschnell und setzte aus runde 40 Metern Tor-Entfernung zu einem Lobball an. Zwar kam der zurückeilende Torwart noch an den Ball, konnte diesen aber nicht mehr entscheidend ablenken. Die Wiler gingen nach 25 Minuten in Führung und stellten den Spielverlauf somit nahezu auf den Kopf.
Zweitbeste Verteidigung
Denn in der Starphase hatten die Gäste das Szepter in der Hand und mehr Ballbesitz. Die Heimmannschaft musste nach einer Viertelstunde Tempo aus dem Spiel nehmen, um die Schaffhauser zu bremsen. Es brauchte auch die Parade von Davide Taini im Wiler Tor, der nach gut einer halben Stunde bei einem Schuss Enzo Todiscos den Ausgleich verhinderte.
Als Markus Gsell das Skore nach 56 Minuten auf 2:0 stellte, schien die Partie frühzeitig entschieden. Es war der zweite Treffer des „Ur-Wilers“ in dieser Saison und der zweite binnen sechs Tagen. Bei diesem Tor hatte Gsell von einem feinen Zuspiel Dario Lezcanos profitiert.
Die Gäste gaben sich aber noch nicht geschlagen und fanden nach gut einer Stunde zurück ins Spiel. Daniel Pavlovic ging in der Wiler Hintermannschaft völlig vergessen und verkürzte auf 2:1. Es war im vierten Spiel des Jahres das erste Gegentor der Wiler. Nach wie vor stellen die Ostschweizer die zweitbeste Verteidigung der Liga.
Besser als der FC St. Gallen
Dass die Platzherren keinen zweiten Gegentreffer hinnehmen mussten, hatte zwei Gründe. Einerseits standen sie defensiv einigermassen solid, so dass die Gäste kaum mehr zu wirklich zwingenden Möglichkeiten kamen. Andererseits konnten sie auf die Hilfe des Schaffhauser Stürmers Todisco verlassen. Dieser wehrte – aus seiner Sicht unglücklich – einen Schuss kurz vor der Wiler Torlinie ab und verhinderte so das 2:2.
Die Äbtestädter retteten das Resultat über die Zeit und können von sich sagen, die beste Challenge League-Mannschaft des Jahres 2009 zu sein. Besser als Lugano, und auch besser als St. Gallen. In der Endabrechnung werden sie sich dafür nichts kaufen können, den nötigen Motivationsschub für die nun anstehenden drei Auswärtsspiele dürfte dies aber verleihen. Die Wiler tun jedoch gut daran, sich nicht zu viel auf den Sieg gegen Schaffhausen einzubilden. „Wir waren teilweise weit weg vom Optimum“, resümierte der Wiler Trainer Didi Münstermann. Seine Mannschaft konnte nicht nahtlos an den starken Auftritt in Lugano anknüpfen und darf sich glücklich schätzen, drei weitere Punkte gewonnen zu haben. Der Rückstand auf das drittplatzierte Yverdon beträgt nun nur noch zwei Punkte.

FC Wil 1900 – FC Schaffhausen 2:1 (1:0)
Bergholz: 1380 Zuschauer. – Sr: Klossner.
Tore: 25. Akdemir 1:0. 56. Gsell 2:0. 62. Pavlovic 2:1.
FC Wil 1900: Taini; Haziri, Madry, Matic, Huber; Lezcano, Muslin, Gsell (71. Grossklaus), Akdemir; Silvio, Franjic (66. Kaiser).
FC Schaffhausen: Roth; Geiser, Ivelj, Nganga, Schlauri; Müller (63. Santana), Kohler (63. Katanha), Nater, Pavlovic (80. Fall); Todisco, Ademi.
Bemerkungen: Wil ohne Christen (krank). Schaffhausen ohne Stamm (gesperrt), Mollet, Hauser (verletzt) und Etemi (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 65. Gsell (Foul). 70. Todisco (Reklamieren). 87. Huber (Foul).

Erzielte bereits seinen zweiten Treffer im Wiler Dress: Neuzugang Diren Akdemir.

Silvio kehrte zum FC Wil zurück, um seine Torgefärlichkeit wieder zu finden.

In der 56. Minute erlösste Markus Gsell die Wiler mit seinem Treffer zum 2:0.

Nur gerade einen Gegentreffer mussten die Äbtestädter in diesem Jahr hinnehmen.

Er wurde nicht oft gefordert. Aber wenn Davide Taini gebraucht wurde, dann war er da.

Die Ostschweizer bleiben die Überflieger in der noch jungen Rückrunde.

Vorne sorgen die Wiler Offenivkräfte für die nötigen Tore ...

... hinten macht die Abwehr alles dicht und lässt kaum Gegentore zu.

Dario Lezcano gab in der 2. Halbzeit den entscheidenden Pass zum 2:0.
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Debbie Rutz