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FC Wil - FC Concordia Basel 2:0
Drei Punkte im Nebeltreiben
Der FC Wil gewinnt das Heimspiel gegen Concordia Basel 2:0.

Nach zuletzt vier Meisterschaftsspielen mit nur einem Treffer hat der FC Wil gegen Concordia zwei Tore erzielt und 2:0 gewonnen. Damit tanken die Äbtestädter vor dem Derby gegen den FC St. Gallen Moral und können von sich sagen, dass sie in den letzten vier Spielen keinen Treffer kassiert haben. Davide Taini ragte gegen Concordia aus dem Mannschaftsgefüge heraus.
Der Wiler Trainer Didi Münstermann hatte seinen Spielern vor dem Auftritt gegen „Congeli“ mit auf den Weg gegeben, dass sie um jeden Preis drei Punkte gewinnen wollen. Dies war darum so wichtig, weil danach in der Meisterschaft die schwierigen Spiele gegen St. Gallen, Yverdon und Biel folgen. Dass die Punkte im Bergholz blieben, war aufgrund der Chancenverteilung zwar glücklich, hatte aber seine Berechtigung. Denn die Fürstenländer spielten für einmal kaltschnäuzig und verwerteten die sich bietenden Chancen. Bis der Sieg unter Dach und Fach war, mussten die 850 Zuschauer aber zittern und feststellen, dass die Partie auch auf die andere Seite hätte kippen können. Concordia besass nach einer Viertelstunde die ersten beiden Chancen durch Rainer Bieli sowie Nikolaj Gavric und später verfehlte auch Marco Mathys das Tor.
Lezcano bricht den Bann
Auf Wiler Seite wurde es in Halbzeit eins hauptsächlich nach stehenden Bällen durch Anto Franjic gefährlich. Bis der erste wirkliche „Hochkaräter“ zu notieren war, zeigte die Matchuhr schon fast 55 Minuten an. Der Paraguayer Dario Lezcano tauchte von rechts im Basler Strafraum auf und erzielte mit einem satten Schuss auch gleich den Führungstreffer. Es war sein zweites Saisontor und der erste Meisterschaftstreffer der Wiler aus dem Spiel heraus seit dem 30. August.
Das 1:0 bedeutete aber noch lange nicht den Sieg. Concordia, das schon ab der vierten Minute verletzungsbedingt auf den Innenverteidiger Jean-Pierre Tcheutchoua verzichten musste, warf alles nach vorne und kam in der Schlussphase gleich zu mehreren guten Möglichkeiten. Der Wiler Torhüter Taini konnte sich mehrmals auszeichnen und sorgte dafür, dass der Bergholz-Klub auch im vierten Spiel hintereinander kein Tor kassierte.
Gündüz’ erster Saisontreffer
So kam es, wie es kommen musste. Bei den Gästen wollte der Ball nicht rein, und die Wiler nutzten eine Konterchance. In der Schlussminute kam der Ball via Pa Modou Jagne zu Samet Gündüz, der aus kurzer Distanz gar nicht mehr anders konnte, als seinen ersten Saisontreffer zu erzielen.
So blieb als Fazit, dass die drei Punkte des Wichtigste eines nebeligen Abends im Bergholz waren. Didi Münstermann sprach nach dem Spiel von einem wichtigen Erfolg und sagte: „Ein starker Davide Taini war nötig, damit wir den Sieg holen konnten.“ Tatsächlich war der Wiler Keeper, wie schon am vergangenen Montag in Winterthur, der beste Spieler auf dem Feld.
Somit überwiegen nun wieder die positiven Zahlen. In 13 Pflichtspielen musste der Bergholz-Klub nur neun Gegentore hinnehmen. Die defensive Lebensversicherung mit Taini, Stipe Matic und Jérôme Thiesson macht derzeit die offensiven Probleme wett. Die Äbtestädter sind nach 11 von 30 Spielen auf gutem Weg, die Zielsetzung – ein einstelliger Tabellenplatz – zu erreichen. Dank des 2:0 gegen Concordia reist der Bergholz-Klub mit dem nötigen Selbstvertrauen zum St. Galler-Derby in die AFG-Arena.

FC Wil 1900 – FC Concordia Basel 2:0 (0:0)
Bergholz: 850 Zuschauer. – Sr: Carrel.
Tore: 55. Lezcano 1:0. 90. Gündüz 2:0.
FC Wil 1900: Taini; Bolay, Thiesson, Matic, Haziri; Gündüz, Franjic, Gsell, Huber (91. Christen); Lezcano (80. Jagne), Silvio.
FC Concordia Basel: Portmann; Maric, Schweizer, Tcheutchoua (4. Wiki), Ritter; Nikolaj Gavric, Kolling, Ferreira, Aleksandar Gavric (72. Muff); Mathys (61. Kim), Bieli.
Bemerkungen: Wil ohne Keller, Kaiser, Alci und Holenstein (nicht im Aufgebot). Concordia Basel ohne Baumann (gesperrt), Da Costa, Demiri und Todorovic (verletzt). 4. Tcheutchoua mit Verdacht auf Hirnerschütterung ausgewechselt. Verwarnungen: 30. Bieli (Foul), 56. Schweizer (Foul), 72. Silvio (Schwalbe), 73. Lezcano (Unsportlichkeit), 79. Wiki (Foul).

FCZ-Rückkehrer Silvio vergab die früzeitige Entscheidung.

Der FC Wil hat die bessere Abwehr als der FC Lugano, Leader der Dosenbach Challenge League.

Dario Lezcano brachte die Wiler in der 55. Minute in Führung.
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Deborah Rutz (im Nebel verschollen...)