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FC Winterthur - FC Wil 0:0

Keine Tore im Dauerregen

Das Derby zwischen dem FC Winterthur und dem FC Wil endet torlos.

 

 

Der FC Wil hat dem FC Winterthur Paroli geboten und gewinnt beim 0:0 einen Punkt in der Eulachstadt. Somit ist der Bergholz-Klub seit Ende Juli auswärts unbesiegt, erzielte und kassierte in den letzten vier Meisterschaftsspielen aber nur je einen Treffer. Das Spiel in Winterthur hätte jedoch Tore verdient gehabt.

 

Wie schon in den drei vorangegangenen Derbys in Winterthur kehrte der FC Wil auch dieses Mal mit einem ansprechenden Resultat ins Fürstenland zurück. Nach zuletzt vier Auswärtssiegen in Serie reichte es auf der Schützenwiese zu einem 0:0-Remis. Von den Äbtestädtern bekam man das zu sehen, was sie schon in den letzten Meisterschaftsspielen serviert hatten. Obwohl die Aussenpositionen nicht sattelfest wirkten, musste erneut kein Treffer hingenommen werden. Vor allem die defensive Lebensversicherung mit Stipe Matic und einem überragenden Torhüter Davide Taini war es zu verdanken, dass Winterthur praktisch nur mit Schüssen gefährlich wurde und kaum mit herausgespielten Chancen. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit nahmen die Eulachstädter das Wiler Tor regelrecht unter Beschuss, scheiterten aber meistens an der eigenen mangelhaften Präzision oder eben am starken Wiler Schlussmann, der vor allem bei den vielen hohen Bällen bestechend sicher wirkte.

 

Silvio statt Tor getroffen

Die Partie hätte aber auch zugunsten der Wiler enden können. Nach einer Unsicherheit des Winterthurer Torhüters Christian Leite besass Mathias Christen die grosse Chance auf den Führungstreffer, traf mit seinem Schuss aber Silvio statt das weit offene Tor (59.). Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Konterchancen ergaben sich für die Äbtestädter. Dies merkten auch die zahlreich nach Winterthur gereisten Fans des Bergholz-Klubs, die, zumindest auf der Haupttribüne, den Ton angaben. Trotz ihrer Anfeuerungsrufe traf Anto Franjic in zwei Versuchen das Tor nicht.

So ging der Winterthurer Trainer Matthias Walther nach dem Spiel zu seinem Kontrahenten Didi Münstermann und sagte, dass dieses 0:0 typisch gewesen sei für die aktuelle Verfassung beider Mannschaften. Münstermann pflichtete ihm bei und beide hatten recht. Den zwei jüngsten Teams der Challenge League war der Wille zum Sieg jederzeit anzuerkennen, jedoch fehlte ihnen die letzte Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

 

Acht Verwarnungen

Im Dauerregen fielen, wie schon am 13. September im Heimspiel gegen Stade Nyonnais, keine Tore. Münstermann bilanzierte nach dem Spiel: „Die Partie hätte auf beide Seiten kippen können und es ist ein gerechtes Resultat. Positiv werte ich, dass wir dieses Mal zu einigen klaren Möglichkeiten gekommen sind.“ Trotzdem werden die wenigen Tore in den Spielen des FC Wil zur Normalität. In den letzten total sechs Stunden erzielte der FC Wil nur einen Treffer, musste aber auch nur einen hinnehmen. Was sich im Spiel in Winterthur geändert hat: Nach zuletzt drei Partien ohne Verwarnung an die Adresse eines Wilers sahen auf der Schützenwiese gleich vier Spieler in schwarzweiss den gelben Karton (Silvio, Markus Gsell, Nicolas Huber und Anto Franjic). Schiedsrichter David Devouge, der die Partie jederzeit unter Kontrolle hatte, musste in einem nicht gehässigen Spiel total acht Verwarnungen aussprechen.

Von dieser Partie wird bei einigen der 1600 Zuschauer kaum das Resultat haften bleiben, sondern der nicht enden wollende Regen, der diesem Derby treuer Begleiter war.

 

FC Winterthur – FC Wil 1900 0:0

Schützenwiese: 1600 Zuschauer. – Sr: Devouge.

FC Winterthur: Leite; von Niederhäusern, Thrier, Aziawonou, Radice; Abrashi, Zuffi; Senn, Simunovic (64. Sprunger), Barlecaj; Bühler (75. Timitè).

FC Wil 1900: Taini; Haziri, Thiesson, Matic, Huber; Franjic, Gündüz, Gsell (88. Hernani), Jagne (84. Lezcano); Christen (79. Bolay), Silvio.

Bemerkungen: Winterthur ohne Schnorf (gesperrt), Frangao, Lombardi (verletzt), Zuber und Lenjani (nicht im Aufgebot). Wil ohne Holenstein (verletzt), Keller, Tsimba und Alci (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 23. von Niederhäusern (Foul), 42. Silvio (Reklamieren), 45. Gsell (Foul), 62. Huber (Foul), 68. Franjic (Schwalbe), 70. Aziawonou (Foul), 77. Sprunger (Foul), 90. Senn (Ballwegschlagen).

 

Wie schon letzte Saison übertrug StarTV wieder das Spiel FC Winterthur - FC Wil.

 

Auch stehende Bälle brachten keinen Treffer für die Wiler.

 

Die hartgesottenen Wiler Fans trotzdem dem Winterthurer Dauerregen.

 

Bericht: Simon Dudle

Bilder: Deborah Rutz