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FC Wil - Servette FC 0:1
Zu harmlos
Der FC Wil verliert zuhause gegen Servette 0:1.

Der Bergholz-Klub kassiert seine zweite Heimniederlage und verliert die Partie gegen das zuvor noch sieglose Servette verdient 0:1. Alexandre Da Costa erzielt in der 77. Minute im Anschluss an einen der zahlreichen Genfer Corner den ersten Treffer der Calvin-Städter auf fremdem Terrain in dieser Saison.
Das Ziel des FC Wil war es, gegen das kriselnde Servette vor eigenem Anhang auf die Siegerstrasse zurückzukehren. Zuletzt hatten die Fürstenländer zuhause ein 3:4 gegen Lugano sowie ein torloses Remis gegen Aufsteiger Stade Nyonnais erspielt. Doch die Wiler taten sich während des ganzen Spieles schwer und hatten Mühe, zu guten Möglichkeiten zu kommen. Die besten wurden schon in der ersten Halbzeit vergeben. In derStartphase versenkte Stipe Matic zwar einen Ball in den Maschen, der Treffer wurde von Schiedsrichter Daniel Wermelinger aber zu recht annulliert. Der Kroate in Wiler Reihen war deutlich im Offside gestanden.
Hernani trifft ins Aussennetz
Ebenfalls dem Torjubel nahe war Mittelfeldspieler Anto Franjic, der kurz vor der Pause mit einem Weitschuss die Latte traf. Es sollte für lange die beste Möglichkeit des Spiels bleiben, das in der Folge dahinplätscherte. Vieles deutete, wie zuletzt gegen Nyon, neuerlich auf ein 0:0 hin. Die Gäste aus der Calvin-Stadt besassen zwar mehr Spielanteile und kamen zu zahlreichen Eckbällen, Möglichkeiten hatten aber auch sie kaum. Lange stand die Abwehr des Bergholz-Klubs sicher und die Gäste machten sich mit vielen Stürmer-Fouls das Leben selber schwer. Eine Wiler Unaufmerksamkeit knapp eine Viertelstunde vor Schluss genügte aber, um alle drei Punkte nach Genf abzugeben. Im Anschluss an einen Eckball war Alexandre Da Costa mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den laut umjubelten – auch auf den Zuschauerrängen waren die Genfer im Vorteil – Siegestreffer.
Zwar versuchte das Heimteam, irgendwie noch auszugleichen. Mehr als eine Halbchance durch Hernani, der nach einer Hereingabe von rechts aus spitzem Winkel ins Aussennetz traf, resultierte aber nicht. Ein Remis wäre aus Sicht der Äbtestädter zwar nicht gestohlen gewesen, schlussendlich ging Servette aber als verdienter Sieg vom Platz. Sie hatten mehr für das Spiel getan und sich ihren ersten Vollerfolg erarbeitet.
„Wenig Nützliches“
Den Genfern war es in der Schlussphase ohne nennenswerte Probleme gelungen, den Erfolg über die Zeit zu schaukeln. Beim Heimteam ging vor allem in der zweiten Halbzeit offensiv zu wenig. So blieb Trainer Didi Münstermann nichts anderes übrig, als Servette zum verdienten Sieger zu erklären. Des Weiteren musste der Trainer feststellen, dass den vielen jungen Spielern im Wiler Kader die Unbekümmertheit der Startspiele abhanden gekommen ist. „Wir krampfen uns derzeit durch eine Durststrecke“, so Münstermann.
Nach dem offensiv zu harmlosen Auftritt werden im Umfeld die Rufe nach personeller Verstärkung lauter. Am kommenden Dienstagabend schliesst das Transferfenster für alle jene Akteure, die derzeit in der Schweiz spielen. Danach können noch arbeitslose Spieler unter Vertrag genommen werden. Betreffend möglichen Transfers sagte Sportchef Axel Thoma: „Momentan hat es wenig Nützliches auf dem nationalen Markt. So bleiben noch die vertragslosen Spieler im Ausland. Da wird sich in Zukunft allenfalls etwas konckretisieren.“

FC Wil 1900 – Servette FC 0:1 (0:0)
Bergholz: 1100 Zuschauer. Sr: Wermelinger.
Tor: 77. Da Costa 0:1.
FC Wil 1900: Taini; Bolay, Madry, Matic, Haziri (75. Kaiser); Tsimba (71. Holenstein), Thiesson, Gsell (84. Hernani), Franjic; Christen, Lezcano.
Servette FC: Marques; Guillou, Kusunga, Da Costa, Schneider; Pont, N’Diaye, Boughanem (66. Pizzinat), Braizat (78. Yoda); Bouziane, N’Tiamoah (93. Girod).
Wil ohne Huber, Gündüz (verletzt) und Jagne (mit der gambischen Nationalmannschaft unterwegs). Servette ohne Vitkieviez, Quaresima (gesperrt), Ratta, Bratic, Treand, Celestini, Lonfat (verletzt) und Sauthier (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 60. Kusunga (Foul). 88. Marques (Unsportlichkeit). 88. Schneider (Foul). 6. Tor von Matic annulliert (Offside). 42. Lattenschuss Franjic.

Mathias Christen wartet seit einem Monat auf einen Torerfolg.

Die gesamte Wiler Mannschaft hatte zu wenig Durchsetzungsvermögen.

Die Verteidigung stand zwar nicht schlecht, liess aber zu viele stehnde Bälle zu.

Unterstüzen sie den Wiler Nachwuchs und kaufen sie an den Heimspielen eine leckere Packung "M&M"s oder Maltesers - der Erlös geht zugunsten der Wiler Nachwuchsarbeit. Danke und Hopp Wil!
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Deborah Rutz