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FC Wil - FC Stade Nyonnais 0:0

Ein wenig wenig

Zwischen dem FC Wil und Stade Nyonnais fallen keine Tore.

 

 

Wie schon in der letzten Saison tut sich der FC Wil gegen einen Aufsteiger schwer. Bei schwierigen äusseren Bedingungen kommt der Bergholz-Klub im Dauerregen gegen Stade Nyonnais nicht über ein torloses Remis hinaus. Vor allem in der Offensive bekunden die Äbtestädter Mühe und haben nur wenige klare Möglichkeiten.

 

Es war ein trister September-Abend im Bergholz. Den ganzen Samstagnachmittag und –abend regnete es in Strömen, so dass der Platz sehr tief, aber durchaus bespielbar war. Um das Grün zu schonen, mussten sich die Feldspieler auf einem Nebenplatz einlaufen. Somit hatten die Gäste aus Nyon keine Chance, sich vor der Partie auf die Unterlage einzustellen. Trotzdem waren es in der ersten Halbzeit die Waadtländer, welche die klareren Chancen hatten. So traf Massimo Lombardo ins Aussennetz und auch François Arona vergab eine gute Möglichkeit.

Von den Wilern kam in der ersten Hälfte wenig. So war es bezeichnend, dass ein Aussenverteidiger dem Torerfolg am nächsten stand. Naim Haziri, der sich erstaunlich schnell von seinem Bänderriss im Fuss erholt hatte, verfehlte das Gehäuse kurz vor der Pause nur knapp.

 

Christens Pause

Trainer Didi Münstermann formulierte es nach der Partie so: „Nicht bei allen Spielern war die nötige Entschlossenheit vorhanden.“ Immerhin konnte nach dem Seitenwechsel eine Steigerung ausgemacht werden. Fortan fand das Spiel hauptsächlich in der Hälfte der Waadtländer statt. Der Aufsteiger beschränkte sich nun vornehmlich darauf, den Punkt zu verteidigen, was ihm auch gelang. Da störte sie nicht mehr, dass für die Wiler Dario Lezcano zu Beginn der zweiten Halbzeit den Ball nur knapp über das Tor geschossen hatte und Mathias Christen freistehend vor Nyon-Hüter Grégory Mathey an diesem gescheitert war. Diese Aktion in der 71. Minute spielte sich ein Dutzend Zeigerumdrehungen nach der Einwechslung Christens ab. Der Liechtensteinische Nationalspieler bekam von Münstermann eine Pause verschrieben, weil er mit dem Ländle innert vier Tagen zwei Spiele absolviert und noch am Mittwoch in Baku gegen Aserbeidschan (ebenfalls 0:0) gespielt hatte. Seine Kraft hätte wohl nicht für 90 Minuten gereicht.

 

„Zu wenig Geduld“

Schlussendlich schwammen aus Wiler Sicht zwei budgetierte Punkte den Bach hinunter. Und es hätte gar noch schlimmer kommen können. In der vorletzten Minute setzte Nyon-Mittelfeldspieler Remo Hauser einen Ball auf die Lattenoberkannte und stand somit dem 0:1 nahe. Ein Sieg für die Gäste wäre aber des Guten zuviel gewesen. In der zweiten Halbzeit taten sie nichts mehr für die Partie, was man ihnen aufgrund der Ausgangslage kaum verübeln kann. Didi Münstermann analysierte nach Spielschluss: „Wir müssen den Punkt nehmen, das ist sicherlich keine Katastrophe.“

Zu seinem Debüt im Wiler Dress kam Hernani, der für die letzten 20 Minuten am rechten Flügel eingesetzt wurde. Trotz des tiefen Bodens deutete er an, dass er künftig zu einem Gewinn für das Wiler Spiel werden könnte. Auch er vermochte aber das Ruder nicht mehr entscheidend herum zu reissen. So bleibt das Fazit, dass sich die Fürstenländer vor allem in der ersten Halbzeit dem Wetter angepasst haben. Zu viele Fehlpässe liessen keinen Rhythmus aufkommen und im gegnerischen Strafraum war das Heimteam zu selten sowie zu harmlos.

 

FC Wil 1900 – FC Stade Nyonnais 0:0

Bergholz: 680 Zuschauer. – Sr: Laperrière.

FC Wil 1900: Taini; Bolay, Madry, Matic, Haziri; Tsimba (69. Hernani), Franjic, Thiesson, Gsell (59. Christen); Lezcano, Jagne.

FC Stade Nyonnais: Mathey; Pauchard (77. Hyvernaud), Katz, Miéville, Gétaz; Ngindu, Hauser, Kamara, Arona (84. Lepape); Lombardo, Kardum (73. Sene).

Bemerkungen: Wil ohne Huber, Gündüz (verletzt) und Acli (nicht im Aufgebot). Stade Nyonnais ohne Domoraud, Sordet, Sous (verletzt), Duvoisin, Atkinson und Pardo (nicht im Aufgebot). Verwarnung: 45. Katz (Foul). 88. Schuss von Hauser auf die Latte.

 

Dario Lezcano hatte in der 2. Halbzeit eine gute Wiler Torchance.
 

Land unter in der Äbtestadt. Strömender Regen und kühle Temperaturen.
 

Anto Franjic lief nach seinem Tor gegen Thun in der Start-Elf der Wiler auf.
 

Naim Haziri hat sich erstaunlich schnell von seinem Bänderriss erholt.
 

Trotz Regen stand Wil-Trainer Didi Münstermann immer an der Linie.
 

Pa Modou Jagne erzielte wie schon in Schaffhausen kein Tor.
 

Jérôme Thiesson vermochte sich im Verlaufe der Partie zu steigern.
 

Cédric Tsimba spielte gegen Nyon von Beginn weg.


Bericht: Simon Dudle 

Bilder: Deborah Rutz