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FC Wil - FC Wohlen 3:0
Jagne-Show ebnet den Weg
Der FC Wil gewinnt das Heimspiel gegen den FC Wohlen 3:0.

Eine Woche nach dem 2:1-Sieg über den FC Gossau gestaltete der FC Wil erneut ein Heimspiel siegreich. Am FC Wohlen bissen sich die Fürstenländer aber fast eine Stunde lang die Zähne aus, ehe ein Platzverweis gegen den Wohler Michael Keller sowie ein Penalty-Tor von Pa Modou Jagne das Spiel in die entscheidende Bahn lenkten. Am Ende resultierte ein 3:0-Heimsieg.
Der FC Wil scheint auch in der neuen Saison wieder auf seine Heimstärke zählen zu können. Gegen den FC Wohlen siegten die Fürstenländer 3:0, obwohl sie sich fast eine Stunde lang im Offensivbereich schwer taten. Vor allem in der ersten Halbzeit besassen die Aargauer die gefährlicheren Möglichkeiten. Piu setzte nach einer Flanke von Alain Schultz den Ball aus kurzer Distanz aber über das Tor und auch der Wohler Spielmacher (Schultz) hatte sein Visier nicht genau genug eingestellt. Der Wiler Trainer Didi Münstermann formulierte es nach dem Spiel so: „Mit den ersten 25 Minuten war ich zufrieden, da liessen wir fast nichts zu. Vor der Pause hatten wir jedoch gewisse Probleme.“
Diese Schwierigkeiten überstanden die Wiler ohne Schaden und können nun von sich sagen, dass sie nach der 17. Spielminute in dieser Saison noch keinen Gegentreffer kassiert haben.
Jagnes Tore und Pfostenschüsse
Eine gute Tradition scheint zu werden, dass sich die Äbtestädter mit Fortdauer des Spiels jeweils zu steigern wissen. So auch gegen die Aargauer, die nun zu Saisonbeginn gegen alle drei Ostschweizer Mannschaften eine Niederlage einstecken mussten (zuvor 0:2 in Gossau und 1:3 daheim gegen St. Gallen).
Nach einem „Notbremse-Handspiel“ auf der eigenen Torlinie vom Aargauer Michael Keller konnte Schiedsrichter Bruno Grossen nicht anders, als auf den Penaltypunkt zu zeigen und den Mittelfeldspieler des Feldes zu verweisen. Obwohl Stipe Matic eigentlich als Schütze vorgesehen war, schnappte sich Pa Modou Jagne den Ball, lief betont locker an und verwandelte souverän zum Führungstreffer. Jagne sagte hinterher: „Ich war mir sicher, dass ich das Tor mache. Und Stipe hatte kein Problem damit, dass ich schiesse.“
Somit war das Spiel in die entscheidende Bahn gelenkt und der Rest verkam zu einem Wiler Schaulaufen sowie zu einer Show von Jagne. Der Gambier – dieses Mal als Stürmer eingesetzt – verpasste nur hauchdünn einen lupenreinen Hattrick. Nach dem sehenswerten 2:0, das Mathias Christen mit einer schönen Flanke vorbereitet hatte, traf die „schwarze Perle“ noch zwei Mal die Torumrandung. Zuerst nach einem herrlichen Sololauf auf der rechten Seite (73.), kurze Zeit später nach einer weiten Flanke Samet Gündüz’ in den Rücken der Wohler Abwehr (75.). Jagne blieb nach Schlusspfiff bescheiden und sagte: „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Was zählt, ist einzig der Sieg.“
Gonzalez trifft
So war es Ivan Gonzalez vorbehalten, den dritten und letzten Wiler Treffer zu erzielen. Nach einem Zuspiel in die Tiefe tauchte der Flügelspieler rechts vom Tor auf und bezwang den bemitleidenswerten Dragan Djukic im Tor der Gäste. Diese dürften froh gewesen sein, als Grossen das Spiel nach 93 Minuten abpfiff. Die Wiler ihrerseits haben den Fehltritt in Thun zu Saisonbeginn längst korrigiert und reisen nächsten Samstag mit dem nötigen Selbstvertrauen zum schwierigen Auswärtsspiel in Lausanne.

FC Wil 1900 – FC Wohlen 3:0 (0:0)
Bergholz: 1050 Zuschauer. – Sr: Grossen.
Tore: 60. Jagne (Handspenalty) 1:0, 65. Jagne 2:0, 77. Gonzalez 3:0
FC Wil 1900: Taini; Haziri (83. Kaiser), Matic, Madry, Bolay; Gonzalez, Gündüz, Thiesson, Gsell (66. Maag); Christen (73. Tsimba), Jagne.
FC Wohlen: Djukic; Diethelm, Meier, Dal Santo, Müller (82. Cabanas); Roduner, Schiendorfer (66. De Lima), Mamone (86. Idrizi), Keller; Piu, Schultz.
Bemerkungen: Wil ohne Lezcano, Huber (verletzt) und Keller (nicht im Aufgebot). Wohlen ohne Leite (verletzt) und Mancino (nicht im Aufgabot). Verwarnungen: 19. Müller (Foul), 60. Jagne (Unsportlichkeit). 59. Platzverweis Keller (Hands auf der eigenen Torlinie). 73. Pfostenschuss Jagne. 75. Pfostenschuss Jagne. 86. Mamone verletzt ausgewechselt.


So spektakulär wie diese Szene war die Partie zwar nicht immer, aber die gut 1000 Fans bekamen ein ansprechendes Spiel zu sehen.¨

Neuzugang Semet Gündüz zeigte eine gute Partie und war eine wichtige Stütze im Mittelfeld der Ostschweizer.

Der Zürcher Jérôme Thiesson spielte in der Partie gegen Wohlen wieder im Mittelfeld und nicht in der Verteidigung.

Die entscheidende Szene vor dem 1:0: Der Wohler Michael Keller stoppt den Ball auf der Linie mit der Hand - Penalty.

Mathias Christen musste zwar anfangs untendurch, überzeugte aber mit einen Traumpass zum vorentscheidenden 2:0.

Riesengross war der Jubel nach dem erlösenden Führungstreffer in der 60. Spielminute durch Pa Modou Jagne.
Bericht: Simon Dudle
Bilder: Marcel Wild (Bearbeitung: Deborah Rutz)